Ich
habe vor knapp zwei Jahren diese Geschichte geschrieben. Ich habe diese
in den letzten Tagen nachbearbeitet und hoffe der Eine oder
Andere wird
seine Freude daran haben!
Zuerst wollte ich diese Geschichte nicht auf die Seite stellen, weil es
ein Story über Snape ist, aber wo sonst wäre ein guter Platz die
Geschichte zu veröffentlichen! Also, ich wünsche Euch viel Spaß und
Mädels,
haltet die Taschentücher bereit!!
Über ein possitives oder negatives Feedback wird gebeten! Und es kann
durchaus sein, dass noch genügend Rechtschreibfehler auftauchen. Ich
bitte dieses zu Entschuldigen!
Diese Geschichte ist über Copyright geschützt, d.h., dass meine
Geschichte damit gemein ist!
Eure Sabine S.
Erkannt...
Vollkommen aufgelöst und vor allem neugierig sitze ich im Zug Richtung
Schloss Hogwarts. Ich bin gespannt, wie es sein wird. Gehört hatte ich
schon viel, jetzt würde ich mich selber davon überzeugen können.
Am nächsten Montag werde ich dort meine neue Arbeit als Hausdame
beginnen.
Einige Stunden später bin ich endlich an meinem Ziel angekommen.
Ziemlich unsicher steige ich aus dem Zug. Hoffentlich haben die mich
nicht vergessen, denke ich noch und dann seh ich einen sehr großen Mann
am Bahnhof stehen mit einem ebensolchem Schild auf dem ich meinen Namen
lesen kann. Josephine Arnd! Dieser Mann - er muß mindestens 3,50m groß
sein - ähnelte einem Riesen mit zotteligem Haar und einem sehr
langen und wuscheligen Bart.
Langsam gehe ich auf ihn zu.
„Guten Tag, ich bin Fräulein Arnd und mit wem habe ich das Vergnügen?",
sagte ich.
„Herzlich Willkommen auf Hogwarts. Mein Name ist Rubeus Hagrid, aber
eigentlich nennen mich nur alle Hagrid. Ich bin einer der Hauslehrer
und auch ein Mädchen für alles! Wir müssen hier entlang junges
Fräulein!"
Hagrid zeigt mit seinem Finger auf eine Kutsche und im selben Moment
nahm er mir meinen Koffer ab. Ein wenig ängstlich ging ich neben
Hagrid. Er machte mir zwar einen sehr höflichen Eindruck, aber die neue
Umgebung und vor allem seine Größe trieben mir doch einige unschöne
Gefühle in meinen Magen.
Wir fuhren in der Kutsche durch eine sehr schöne Landschaft. Berg und
Tal, kilometerweit Wiesen und Wälder und da es schon Herbst war, waren
die Bäume mit den tollsten Farben geschmückt und dieses übte schon
einen gewissen Zauber aus.
„Ja ja, schauen sie sich nur um. Es ist wirklich herrlich hier bei uns.
Sie werden sich sicher schnell einleben und wohl fühlen", gab Hagrid
von sich, als er bemerkte wie fazinierd ich von der Umgebung war.
„Es ist wirklich wunderschön. So etwas habe ich vorher noch nicht
gesehen“, entgegnete ich verblüfft.
„Na dann lassen sie sich noch etwas Fazination übrig. Wir sind nämlich
gleich am Schloss“, schwärmte Hagrid.
Mit großen Augen versuchte ich alles in mich aufzunehmen. Dann sah ich
das Schloss. Hagrid hatte wirklich nicht übertrieben. Auf der höchsten
Erhebung lag dieses. Es ist unbeschreiblich groß und eine wahre
Augenweide. Der Anblick verschlägt mir die Sprache. Hatte ich doch
schon viele Bilder gesehen, aber die Bilder vermögen nicht
wiederzugeben was man empfindet, wenn man davor steht.
Wir verlassen die Kutsche und gehen durch das Tor.
„Wow, das ist ja der reinste Wahnsinn!", sagte Josephine.
In der Eingangshalle angekommen meint Hagrid: „Ich werde ihr Gepäck auf
ihr Zimmer bringen. Schauen sie sich nur alles an. Es wird gleich
jemand zu ihnen kommen und sie ein wenig herumführen und ihnen ihr
neues zu Hause zeigen."
Nervös lief ich ein wenig hin und her. Ich konnte es gar nicht fassen.
Ich war auf Hogwarts! Wahnsinn!
Eine ältere Dame trat an mich heran. „Sei gegrüßt, mein Kind. Ich bin
Professor McGonagall. Ich bin hier die stellvertretende Schulleiterin
und auch dafür zuständig neues Personal einzuführen. Sie müssen die
neue Hausdame sein, Fräulein Arnd. Herzlich Willkommen auf Hogwarts!“
„Guten Tag, Professor Mc Gonagall. Lieben Dank. Ich komme nicht mehr
aus dem Staunen heraus, es gibt so schöne und viele Dinge hier zu
sehen.“
„Na dann werde ich sie mal ein wenig durch das Schloss führen, ihnen
ihren Arbeitsplatz zeigen und auch das übrige Personal vorstellen.
Kommen sie!“, sagte Professor Mc Gonagall und schob mich ein wenig vor
sich her in Richtung der Treppen.
"Ich führe sie zuerst einmal in den Speisesaal, das ist ja einer der
wichtigen Räume. Nicht nur zum verzehren der herrlich hergestellten
Speisen, sondern auch ein Ort, wo diverse Treffen und Veranstaltungen
statt finden!", erklärte Mrs. Mc Gonagall.
Ich nickte ihr freundlich entgegen, als wir den Raum betraten. Der Saal
war sehr groß mit vielen ellenlangen Tischen und Bänken. An den Wänden
befanden sich sehr schöne Kunstdrucke. Statuen ragten aus den Wänden,
Kerzen wohin auch mein Auge blickte. Die Decke war so verziert, dass
man meinen könnte der Himmel schwebe über einen.
Wir gingen ans Ende des Raumes. Dann meinete Professor Mc Gonagall,
während ich mich ein wenig umsah:
"Kommen sie! Hier sitz das Personal, so haben wir einen Blick über die
Rasselbande. Und das hier ist ihr Platz. Sie werden neben Elysa sitzen.
Sie ist auch ein junges Mädchen, die hier als Hausdame beschäftigt ist.
Sie werden sie heute noch kennen lernen. Wenn sie mir dann folgen
möchten."
Wir gehen über den Flur.
"Rechts und Links sehen sie die verschiedenen Klassenräume. Seien sie
froh, dass im Moment unterrichtet wird, sonst wäre es jetzt nicht so
ruhig. So, Fräulein Arnd ich werde ihnen jetzt ihr neues zu Hause
zeigen. Ich denke diese kleine Aufklärung sollte für den Anfang
genügen. Am besten sie sehen sich hier mal selber um."
"In Ordnung, Mrs. Mc Gonagall!", erwiederte ich.
Wir befanden uns auf dem Weg zu einem anderen Trackt des Schlosses.
"So, junges Fräulein, wir sind angekommen. Das ist ihr Zimmer. Ihr
Gepäck ist bereits da. Nehmen sie sich ruhig ein wenig Zeit für sich.
Wenn sie bitte um 16:30Uhr in der Eingangshalle erscheinen. Ich möchte
ihnen gerne das Kollegium vorstellen", sagte Mrs.McGonagall in einem
sehr süßlichem Ton.
"Vielen Dank Mrs. Mc Gonagall. Es war sehr nett, dass sie mich ein
wenig rumgeführt haben. Ich werde mich nun ein wenig sammeln, aber
selbstverständlich pünktlich in der Halle sein."
Professor Mc Gonagall kehrt mir mit einem lächeln den Rücken zu und
verschwand aus der Tür.
Puuh, denke ich mir. Ich bin ein wenig geschafft, aber dennoch zu
aufgeregt um ein bischen zu relaxen. Ich sehe mich in meinem Zimmer um.
Es ist sehr geräumig mit großen Fenstern und einem tollen Ausblick auf
die herrliche Umgebung. Ausser einem Himmelbett befindet sich ein sehr
einladendes Sofa direkt vor einem Kamin und ein sehr alter Schreibtisch
im Zimmer. In der rechten Ecke ist sich eine Tür. Ich gehe durch sie
hindurch und stehe im Badezimmer. Auch sehr schnuckelig, in einem
dunklen Rot gehalten.
Jetzt werde ich doch langsam ein wenig müde. Es ist ja erst 14:00Uhr.
Vielleicht haue ich mich doch noch ein Stündchen aufs Ohr, denke ich so
für mich. Ich stelle mir den Wecker an meiner Armbanduhr, ziehe mir die
Schuhe aus und lasse mich in dieses wunderbare Bett fallen. Kurz darauf
bin ich eingeschlafen.
Von den schrecklichen Tönen meiner Armbanduhr bin ich aus dem Schlaf
gerissen worden.
Im ersten Moment weiss ich nicht wo ich mich befinde, bis dann mein
verschlafener Blick klarer wird. Ach ja, ich bin in Hogwarts. Sehr
schön!
Ich nehme ersteinmal eine Dusche und kleide mich um. Ein wenig Zeit
habe ich noch, es ist fast 16:00Uhr. Aber vielleicht sollte ich jetzt
schon los gehen, falls ich mich verlaufen sollte, was bestimmt in
nächster Zeit passieren wird. Also mache ich mich auf den Weg. Mir ist
ein wenig mulmig und ich bin auch sehr nervös.
So, den Flur, wo die Klassenzimmer sind habe ich schon einmal gefunden,
gut gemacht Josephine. Als ich so in Gedanken vor mir her schlendere
wird mein Weiterkommen erschwerend aufgehalten von einem Störfaktor.
Ich laufe unaufhaltsam gegen eine Person und falle zu Boden.
"Können sie denn nicht aufpassen, sie Göre. Machen sie die Augen auf,
wenn sie gehen und träumen sie nicht in der Weltgeschichte rum",
brüllte sehr unfreundlich eine männliche Stimme.
"Ich bitte vielmals um Entschuldigung, ich bin heute den ersten Tag
hier und ich kenne mich nicht so gut aus. Außerdem bin ich fazinierd
von allem hier!", entgegnete ich diesem unfreundlichen Herrn.
Dann versuche ich aus dieser peinlichen Situation herauszukommen, und
während ich langsam aufstehe und mir diesen Typen mal ansehen möchte
bleibt mir doch fast das Herz stehen, als ich in seine Augen blickte.
UPS! Diese Augen, schwarz, undurchsichtig, geheimnisvoll...wunderschön!
Wie ich dann bemerken musste, ließ der Rest auch nicht zu Wünschen
übrig. Man, hier ist ja fast alles sehr fazinierend.
Schnell versuche ich aus meinen Gedankengängen wieder herauszukommen.
"Helfen sie mir bloss nicht, guter Mann. Sie könnten einen Schaden
davon tragen!", gab ich etwas zornig zurück.
"Dieses gehört nicht in meinen Aufgabenbereich hinein und außerdem
haben sie selber schuld! Was laufen sie hier auch so unvorsichtig durch
die Gegend. Eigentlich müssten sie sich bei mir entschuldigen, aber ich
habe jetzt keine Zeit mich weiter mit ihnen zu beschäftigen, guten Tag!"
Mit diesen Worten schreitet er an mir vorbei.
So ein arroganter Mensch....aber mit sehr schönen Augen, geht mir durch
den Kopf.
Wieder aus der Situation heraus, mache ich mich weiter auf den Weg in
die Eingangshalle. Es ist 16:20Uhr und ich erblicke schon Mrs.Mc
Gonagall die wartend in der Mitte der Halle steht und mir winkend
entgegenruft: "Fräülein Arnd, kommen sie, kommen sie!"
Kopfnickend und mit einem lächeln auf den Lippen bewege ich mich auf
die ältere Dame zu.
"Und haben sie sich noch ein wenig ausruhen können?",fragte Mrs.
MCGonagall.
"Ja, ich habe mich ein wenig erholen können."
"Dann lassen sie uns gehen das Kollegium wartet schon auf sie", sagte
Mrs. MCGonagall in einem hetzigem Ton.
Wir betraten einen weiteren Saal. Ein Haufen verschiedenster Menschen
stand dort in Reih und Glied.
"Zuerst möchte ich ihnen Albus Dumbledore vorstellen, unsern
Schulleiter. Albus, das ist unsere neue Hausdame Fräulein Josephine
Arnd."
Albus Dubledore verbeugte sich vor mir. Auch ich verbeugte mich zum
Gruße.
"Fräulein Arnd, es ist mir ein Vergnügen ihre Bekanntschaft machen zu
dürfen. Ich heiße sie auf`s herzlichste Willkommen und hoffe sie werden
hier nur schöne Tage verleben", sagte der Professor mit einer sehr
freundlichen Stimme.
"Es freut auch mich, Professor Dumbledore sie endlich persönlich kennen
zu lernen."
Professor Mc Gonagall stellte mir weitere Lehrer der Schule vor. Mir
stockte der Atem, als wir vor einem großen, sehr schlanken, dunklen
Mann stehen bleiben. Das ist doch der ungehobelte Typ, der mir gerade
im Flur begegnet ist, dachte ich.
"Und das meine Liebe ist unser Professor Severus Snape, er unterrichtet
die Kunst der Zaubertränke. Ein wahres Genie auf seinem Gebiet.
Severus, darf ich auch dir unser neues Mitglied vorstellen. Fräulein
Josephine Arnd!"
Severus rollt mit den Augen.
"Die Lady und ich hatten bereits das Vergnügen, sofern man das als ein
solches bezeichnen kann. Guten Tag!", knurrte regelrecht der Professor.
Diese Göre ist also auch in Hogwarts beschäftigt. Solch ein Übel,
dachte sich Snape. Nun kann ich ihr noch nichteinmal irgendeine Strafe
aufbrummen. Dachte sie wäre eine Schülerin, obwohl sie doch eher wie
eine erwachsene Frau aussieht, die aber eher von ihrem Verhalten her
einer Rotznase gleicht!
"Guten Tag Professor Snape!", kam genauso unfreundlich von mir zurück.
Unfreundlich und kein Benehmen hat dieser unverschämte Kerl. Gut das
ich das nur gedacht habe. Bei diesem Typ habe ich kein Stein im Brett,
er bei mir ebensowenig!
"Und das mein Kind ist Elysa, deine Arbeitskollegin. Sie ist schon seid
längerer Zeit ein guter Geist unseres Hauses und sie wird ihnen alles
weitere zeigen und bei allen fragen zur Verfügung stehen."
"Hallo Elysa, ich bin die Josie. Ich habe sehr viele Fragen an dich.
Entschuldige, aber ich habe jetzt einfach mal angenommen, dass wir uns
mit du anreden."
"Hallo Josie, das ist schon OK! Ich werde dir behilflich zur Seite
stehen bei jeglicher Art deiner Fragen. Am besten begleitest du mich
und ich werde dir dann unser Aufgabenfeld zeigen."
Severus schnaubte, denn er hatte die Unterhaltung der beiden Frauen
mitbekommen. Sag ich doch...eine ungebildete Rotznase!
"Nun gut Fräulein Arnd, ich habe ihnen nun das Kollegium vorgestellt.
Einige waren heute nicht anwesend, aber im laufe der Zeit werden sie
auch die Bekannschaften machen können. Lassen sie sich mal von Elysa in
das Tätigkeitsfeld einweisen. Um 18:00Uhr erwarte ich sie zum
Abendessen. Viel Spaß, wir sehen uns später", sagte Mrs. MCGonagall.
"Ich bedanke mich bei ihnen, das war alles sehr aufschlussreich. Bis
Später, Mrs. Mc Gonagall."
Elysa und Josie verlassen den Saal. Der erste Gang erfolgt zu den
Klassenräumen.
"Das sind die verschiedenen Unterrichtsräume. Die müssen wir sauber
halten. Besonders achtet Professor Snape auf die Sauberkeit in seinem
Klassenraum. Wenn da etwas nicht so ist wie er es haben möchte, dann
gibt es mächtig ärger! Da kann ich dir Stories erzählen, Josie", klärte
Elysa sie auf.
"Das glaube ich dir gern, der macht auf mich sowieso einen recht
unbehaglichen Eindruck. Mir ist schon ein Mißgeschick mit ihm
widerfahren und das war alles andere als angenehm. Der meint wohl auch
er hätte die Weißheit mit Löffeln gefressen. Sehr unsymphatisch!"
"Wieso? Was ist denn passiert?", fragte Elysa neugierig.
"Ach ich hätte ihnn fast umgerannt und fiel dabei zu Boden", berichtet
Josie.
Sie musste lachen. Von dieser lustigen Seite hatte sie das noch
gar nicht betrachtet. Beide schauten sich an und fielen ins gelächter.
"Was der für ein Gesicht gezogen hat, als ich mit ihm zusammengestoßen
bin. Das war echt witzig!", schmunzelte Josie nochmals.
Nachdem beide nocheinmal herzlich lachen mußten, meinte Elysa:
"Josie wann beginnt für dich die Arbeit?"
"Ich fange am Montag an", antwortete Josie.
"Da es jetzt schon so zeitig ist würde ich vorschlagen wir treffen uns
morgen gegen 11:00Uhr in der Eingangshalle. Dann werde ich dir noch
mehr zeigen und auch die anderen wichtigen Dinge erzählen. Denke wir
sehen uns beim Abendbrot. Ich werde dann mal auf mein Zimmer gehen und
mich ein wenig frisch machen. Also, bis gleich Josie. Und ist nett dich
kennen zu lernen. Ich glaube wir werden ausser der Arbeit eine Menge
Spaß miteinander haben", freute sich Elysa, denn nun musste sie den Tag
nicht mehr alleine überstehen.
"Ja, Elysa das denke ich auch. War auch nett deine Bekanntschaft zu
machen,also wir sehen uns. Tschüssi!"
Auch ich machte mich auf mein Zimmer aufzusuchen. Suchen war das
richtige Wort, denn nun waren viele kleine und große Schüler auf den
fluren Hogwarts, die auch noch zusätzlich mit ihrem Stimmengewirr meine
Konzentration störten. Denn die brauchte ich noch um in mein Zimmer
zurück zu finden.
Endlich in meinem Räumlichkeiten angekommen verschnaubte ich
ersteinmal. PUH! Das waren aufregende Stunden und ich habe schon soviel
erlebt in dieser kurzen Zeit.Eines versprach das Alles hier, es wird
bestimmt sehr aufregend werden. Soviel ist garantiert!
2. Kapitel
Ich musste nochmal an diesen Snape denken. Ein wirklich merkwürdiger
Mensch!
Severus! - Was für ein Name, als wenn er nicht schon genug gestraft
wäre mit seiner unsymphatischen Art die er austrahlte. Und doch -
brachte er mich zum Nachdenken.
Ich schob meine Gedanken beiseite und packte meinen Koffer aus. Als ich
damit fertig war ging ich zum Speisesaal.
Eine sehr laute Angelegenheit dieser Ort. Aber was solls, dachte ich
mir, die werden gleich schon alle ruhig sein, wenn das Essen auf dem
Tisch steht.
Elysa winkte mir schon entgegen und zeigte mit einem Finger auf den
Stuhl neben ihr. Ich ging auf sie zu und nahm Platz.
Nun wünschte Albus Dumbledore den Kindern und den Angestellten einen
guten Apettit und das Essen konnte beginnen.
Ich hatte einen Bärenhunger und packte mir alles mögliche auf den
Teller. Sehr schön zubereitete Speisen für jeden Geschmack was dabei.
Ich wusste gar nicht WAS ich als erstes versuchen sollte. Ich stopfte
gerade eine halbe scheibe Kassler in meinen Mund da bemerkte ich wie
dieser Snape seine Augen auf mich gerichtet hatte.
Severus hätte ihr am liebsten ein paar boßhafte Worte über den Tisch
geworfen, aber es blieb in seinen Gedanken, die wie folgt aussahen: Wie
schon erwartet. Auch von Tischmanieren hat diese Dame noch nichts
vernommen. Die futtert ja wie ein kleines Ferkel! Diese Person ist
unmöglich! Und mit so etwas muss ich von nun an speisen!
"Professor Snape, kann ich ihnen irgendwie behilflich sein. Darf ich
ihnen eine scheibe Kassler reichen?", mit diesen Worten lächelte ich
ihn süßlich an.
Mit einem bösen Blick und einem Kopfschütteln, wandte sich Severus von
mir ab.
Snape dachte und dieses mit einem hochroten Kopf, der immer dann
endstand wenn er sich besonders eschoffierte: So eine Frechheit. Was
nimmt sich diese Lady heraus. Ich glaube sie weiss nicht mit wem sie es
zu tun hat!
Weiterhin genoss ich das Abendmahl was wirklich sehr vorzüglich war.
Danach entschloss ich noch ein wenig die Umgebung zu erkunden.
Draussen war es schon dunkel, aber das machte mir nichts. In der
Dunkelheit fühle ich mich sehr wohl.
Ich mag diese Stille, vor allem heute. Nachdem die Kinder doch sehr
laut waren. Gut, daran werde ich mich sicherlich gewöhnen. Und es gibt
ja auch einen Ausgleich für mich, die Stille hier draußen. Der Wald und
die Wiesen sehen in der Dunkelheit genauso schön aus wie am Tage, nur
das sie jetzt etwas geheimnisvolles haben.
In Gedanken den ganzen Tag revue` passieren zu lassen gehe ich einen
langen Pfad in Richtung des Waldes.
Plötzlich höre ich Schritte hinter mir und eine Stimme dröhnt: "Junges
Fräulein, es ist verboten um diese Uhrzeit sich dem Wald zu nähern. Ich
werde Meldung über sie machen müssen."
Ich drehe mich um und stelle mich mit meinem Gesicht ein wenig ins
Mondlicht.
"Ahh, Professor Snape. Habe ich mir fast gedacht. Was für eine Meldung
wollen sie denn über meine Person machen?", fragte Josie sehr frech und
kann sich das Schmunzeln kaum verkneifen.
"Ach sie sind es. Mir bleibt aber heute auch nichts erspart! Warum
treiben sie sich denn in der Dunkelheit herum?", will Snape neugierig
wissen.
"Ist dieses nicht gestattet, Professor Snape? Außerdem, falls sie es
interessieren sollte und sie in der Lage sind eine richtige
Konversation zu führen...ich gehe gerne in der Nacht spazieren. Dann
ist alles so still, einsam und es hat eine beruhigende Wirkung auf
mich. Und was führt sie dazu das Dunkle aufzusuchen?"
"Fräulein Josephine, sie sind sehr unverschämt und haben auch kein
benehmen!"
Snape kocht fast über.
"Das kann ich nur wieder geben Professor Snape. Sie haben sich mir
gegenüber auch nicht gerade korrekt verhalten. Ich versuche mich nur
ihnen anzupassen, auf ihrer Ebene. Ich bin eben ein höflicher Mensch
und versuche allen gerecht zu werden!
Ich wusste, dass ich nun einen Schritt zu weit gegangen bin. Aber
dieser Mann verärgerte mich nun mal. Und ich lasse mich doch nicht von
diesem Typ für dumm verkaufen!
"Sie sind ganz schön mutig junge Dame. Neue Gesichter streiten sich
mit mir erst etwas später oder lassen das ganz bleiben. Sie lösen
wirklich eine sehr starke Gefühlsregung des Ärgers in mir aus!", sagte
Snape mit schroffem Tonfall.
Ich steckte ihm meine Hand entgegen.
"Professor Snape wir sind doch beides erwachsene Leute. Ich würde
sagen ein Neuanfang wäre jetzt angebracht. Mein Name ist Josephine
Arnd, ich fange am Montag hier in Hogwarts als Hausdame an. Und wie ist
ihr werter Name?"
Snape wusste nicht wie er darauf zu reagieren hatte. Er hob die Hand
wirbelte sie einmal durch die Luft und sagte: "Ach, lassen wir diesen
Kinderkram. Gehen sie mir aus den Weg und lassen sie mich bitte in
Ruhe. Einen guten Abend noch!"
Er warf Josephine noch einen sehr düsteren Blick zu, drehte sich um 180
Grad und verschwand in der Nacht!
Na dann eben nicht!, dachte ich mir. Ich habe es wenigstens versucht.
Was geht nur in diesem Mensch vor? Eigentlich macht er mich ja
neugierig. Ich wette dafür, dass er sich hinter diesem seltsamen
Verhalten versteckt! Das werde ich schon noch herausfinden!
Eine Weile ging ich noch durch die Nacht bis mich die Müdigkeit
einholte und ich mich zurückzog.
Wenig später schlief ich ein.
Bei Severus war noch nicht an Schlaf zu denken. Er schlief ohnehin
nicht viel, aber auch wenn er müde gewesen wäre, schlafen hätte er
nicht gekonnt. Er musste an Josephine denken!
Um 9:00 Uhr klingelte mein Wecker. Die letzte Nacht habe ich bestens
geschlafen. Ich wache auf und freue mich auf den neuen Tag. Nachdem ich
eingearbeitet worden bin möchte ich mir das Schloss mal näher ansehen.
Gut das es heute erst Freitag ist, so habe ich noch viel Zeit um alles
zu erkunden. Erkunden?, da muss ich auch gerade an diesen Snape denken.
Es ist 11:00 Uhr und ich treffe mich mit Elysa an dem vereinbarten Ort.
"Guten Morgen Josie, gut genächtigt?"
"Ja, viel zu gut, Elysa."
"Ich zeige dir mal zuerst wo du die ganzen Arbeitsmaterialien findest.
Hier entlang. Du warst ja gar nicht heute Morgen beim Frühstück?",
fragte Elysa.
"Ich wollte nur ein wenig ausschlafen und morgens habe ich sowieso
nicht so einen großen Hunger", teilte ihr Josie mit.
Wir gingen durch mehere Gänge des Schlosses bis wir an einer Treppe
standen die hinunter in den Keller führte.
"Wir müssen dort hinunter, Josie...komm! Gleich hier rechts ist der
Raum, wo sich die Materialien befinden."
Elysa öffnet die Tür. Sie zeigte mir alles und erzählte dabei den
üblichen Tagesablauf der sich nur hin und wieder ändert.
Nachdem wir auf dem Rückweg sind will Elysa mir noch etwas zeigen.
"Hier...das ist der Kerker von Professor Snape!"
"Was, er lebt hier im Keller? Er ist wirklich sehr suspekt!", stellte
Josie erneut fest.
"Ja, Josie. Die anderen Angestellten haben ihre Zimmer im oberen Trackt
des Schlosses. Professor Snape glaubt hier seine Ruhe zu finden. Man
munkelt auch er sei mit den bösen Mächten verbunden. Nun komm aber
bevor er uns noch hier erwischt."
Die jungen Damen machen sich auf den Weg in einen Gemeinschaftsraum.
"Das ist ein Raum, wo wir einfach mal Pause machen können, oder um sich
zu Unterhalten", erwähnte Elysa.
"Ich denke ich werde noch eine Zeit brauchen um mich hier zurecht
zufinden. Steht noch irgendwas auf deinem Plan?"
"Nein Josie! Und wegen dem Zurecht finden, ich werde die meiste Zeit
mit dir zusammen arbeiten, von daher sehe ich kein Problem, dass du
hier nicht klar kommst. Und wenn fragen sind..."
"Ja, Elysa ich weiss, dann kann ich auf dich zukommen!", lachte ich ihr
entgegen.
"Na dann werde ich dich mal für heute entlassen. Was machst du aus
diesem Tag Josie?"
"Ich werde mir das Schloss und das Drumherum ansehen ", und mich mit
diesem Snape beschäftigen, dachte ich.
"Ok, Josie. Dann viel Spaß dabei!"
"Elysa, den werde ich haben, darauf kannst du dich verlassen! Dann
wünsche ich dir einen guten Arbeitstag und einen schnellen Feierabend!"
Wir verabschiedeten uns von einander.
Ich machte mich auf, ging einen der vielen Fluren entlang und war
gespannt, wo mich dieser Gang wohl hinführen würde.
Immer noch erstaunt betrachtete ich die sehr schön gestalteten Wände
und Decken. Welch eine Vielzahl von unterschiedlichsten Schönheiten.
Einen Lageplan hätten die mir aushändigen sollen, redete ich mit mir
selber.
In der Zwischenzeit in Snape`s Unterichtsstunde.
Professor Snape verstand es seine Schüler zur Verzweiflung zu bringen.
Er machte es ihnen nicht leicht den Stoff zu erlernen, aber er war
davon überzeugt wenn jemand wirkliches Interesse hatte, dann würde
dieser sich auch dahinter klemmen. Für ihn waren das eh alles
Parasieten, kleine unfähige Geschöpfe, die es nicht wert waren, von ihm
Unterrichtet zu werden!
In der Klasse war ein leichtes Stimmengewirr. Das unterbrach Snape:
"Ruhe! Für diejenigen, die von sich selber behaupten meinen Unterricht
folgen zu können werde ich euch heute die Kunst des
Konzentrationstrank lehren. Das ist bei euch auch angebracht, obwohl
ich es zu bezweifeln wage, dass ihr in der Lage seid den Trank zu
brauen.
"Man nehme".......,während er die Zutaten, die Zusammensetzung und die
Zubereitung erklärte verwirren ihn andere Gedanken!
Dieses unscheinbare Wesen, sie ist viel zu klein und diese unförmige
Figur. Allerdings hat sie ein sehr hübsches Gesicht, schöne lange
schwarze Haare, eine sehr umwerfende Ausstrahlung...Ach, das ist eine
Hexe, sie hat dunkle Kräfte, hat mich schon verhext, warum sonst würde
ich meine wertvolle Zeit mit solch einem Unsinn verschwenden, wo ich
doch gerade bei viel bedeutenderen Dingen in Gedanken sein sollte.
"Morgen werden wir das ganze praktisch vollziehen. Ich werde
unwillkürlich einige Schüler beauftragen diesen Trank zuzubereiten. Für
irgendwelche Fragen nehmt das Buch zur Hand. Lesen werdet ihr ja wohl
können! Die Stunde ist hiermit beendet!", brüllte Snape.
Die Schüler wundern sich über gar nichts mehr. Sie sind Snape`s
Lehrmethoden gewohnt. In einer sehr unangenehmen Lautstärke verlassen
sie den Raum.
Warum quäle ich mich eigentlich noch rum mit diesen unintelligenten,
unfähigen Ungeziefern!", sprach Severus selbst zu sich. Die wollen doch
sowieso nichts erlernen. Wollen doch nur ihren Spass haben, die wissen
nichts vom Ernst des Lebens. Wissen ist Macht und das wird dieses Pack
nie haben! Genauso wie dieses Fräulein Arnd, genauso ungebildet! Denkt
auch das Leben sei ein Wunschkonzert. Meint mit ihren klugen Sprüchen
und mit ihrem losen Mundwerk könnte sie irgendjemanden beeindrucken!
Severus sammelte sich noch ein wenig und kurz darauf verläßt er das
Klassenzimmer und begiebt sich in seinen Kerker, den Ort wo er sich am
Wohlsten fühlt und wonach er sich den ganzen Tag gesehnt hatte!
Joesie hat den Tag damit verbracht das Schloss zu erkunden und neue
Eindrücke zu sammeln! Sie befindet sich auf dem Weg zum Speisesaal wo
gleich das Abendessen serviert wird. Angekommen an ihrem Platz begrüßt
sie die Anderen und ihr Blick fällt auf den leeren Platz von Severus.
"Sag mal Elysa, ist das nicht der Platz von Professor Snape?"
"Ja ja! Aber er ist oftmals zum Essen nicht anwesend. Ausser das er ein
unangenehmer Zeitgenosse ist scheint er auch nicht sonderlich viel an
Lebensmitteln zu sich zu nehmen! Wahrscheinlich ernährt er sich von
irgendwelchen selbstgemixten Zaubertränken, das würde auch sein
schreckliches Dasein erklären!" , schmunzelte Elysa.
"Also ich finde ihn auf irgendeiner Art und Weise sehr interessant
- sein männlich markantes Gesicht, diese schwarzen Augen und
seine langen schwarzen Haare ...mmmhh, lecker! Und seine Stimme
ersteinmal...verzaubernt!", schwärmte Joesie.
"Wie bist du denn drauf, wie kann man so einen Kerl denn interessant
finden. Das du ein wenig daneben bist habe ich ja schon vernehmen
können, aber jetzt machst du mir Angst! Das kann nicht dein ernst
sein?", äußerte sich Elysa.
"Ach Elysa, das waren nur wirre Gedankengänge. Sowas habe ich schonmal
dann und wann. Lass uns das Abendbrot genießen und nicht mehr weiter
über diesen Snape reden. Guten Hunger!", währte Josie ab.
Josie in Gedankengängen:
Severus scheint hier ja nicht sehr beliebt zu sein. Als ich heute die
ganze Zeit durch das Schloss ging konnte ich mehere Gespräche der
Schüler mithören. Viele verspotteten ihn, schlimme und böse Worte
benutzten sie im Zusammenhang mit ihm! Eigentlich hat er ja selber
Schuld. Warum verhält er sich auch so daneben, aber vielleicht hat sich
noch niemand bemüht hinter die Fassade zu blicken? Ist es überhaupt
eine Fassade, oder ist er wirklich so schrecklich wie er sich immer
präsentiert? Warum eigentlich beschäftige ich mich wieder damit? Es
gibt hier doch andere beeindruckende Sachen für die es sich lohnt
nen`Kopf zu machen und nicht für einen unsymphatischen Mann, der sich
gegen die Menschheit verschworen hat!
3. Kapitel
Nachdem ich das Essen genussvoll in mich aufgenommen hatte zog es mich
an die frische Luft. Es war bereits dunkel, so wie ich es mag!
Ich holte mir vorher noch schnell meinen Walkmann und es konnte los
gehen! Aus meinem Kopfhörer dröhnte Farinellie! Darauf stehe ich und
dann noch in der schummrigen Nacht durch die Gegend zu ziehen....ich
war in meinem Element!
Ich zuckte angstvoll zusammen, als mich von hinten jemand auf die
Schulter tippte.
Mit einem Schwung und in Angriffsstellung drehe ich mich um und blicke
direckt in seine Augen - Severus!
Leider konnte ich ihn nicht so schnell realisieren und traf ihn mit
meiner Faust direkt in die Magengegend!
Als ich bemerkte WAS ich da gerade getan hatte wurde ich knallrot und
verlegen.
"Professor Snape, das tut mir wahnsinnig Leid, aber warum müssen sie
sich auch so unachtsam Verhalten und mich erschrecken! Was tuen sie
eigentlich hier? Spionieren sie mir nach?", fragte Josie verschreckt
über ihr Verhalten.
Severus hatte sich mehr erschrocken, als das er einen Schmerz
verspürrte.
"Sie sind wohl wahnsinnig geworden, sie, sie verrücktes Weib! Sie
vermögen mehr als ungebildet zu sein! Und was soll ich hier schon
machen? Es wird wohl noch gestattet sein einen Spaziergang abzuhalten,
oder muss ich sie das nächste Mal um Erlaubnis bitten! Und glauben sie
mir mein Fräulein...ich habe besseres zu tun, als einer Rotznase, wie
sie es zu sein scheinen nachzulaufen! Meine kostbare Zeit weiss ich
anders einzuteilen! Ich stelle mir langsam die Frage, ob sie es auf
mich abgesehen haben mit dem was sie hier an den Tag legen!
Schließlich ist es ja nicht das erste Mal, dass sie mir körperlichen
Schaden zuführen!", schimpfte Snape.
"Ich habe was? Ihnen körperlichen Schaden zugefügt? Finden sie das
nicht ein wenig lächerlich? Also so weit ich mich erinnern kann bin
ich bei unserer ersten Begegnung zu Boden gegangen und habe mir, wie
sie das so schön formulieren, einen Schaden zugefühgt. Und was eben
passiert ist war ja wohl ihre eigene Dummheit. Wenn sie wirklich so
schlau sind, wie sie sich zu verkaufen wissen dann hätten sie sich
auch denken können, dass ich mich erschrecken würde, wenn sie mich
mitten in der Dunkelheit anstupsen! Was wollen sie eigentlich von
mir?", erwiederte Josie wortgewannt.
Severus musste schnell eine passende Antwort finden. WAS wollte er von
ihr? Weshalb hatte er sie auf die Schulter getippt? Was hatte ihn dazu
veranlasst? Er wusste es nicht mehr! Wollte er ein Gespräch mit IHR
führen?
"Ich wollte sie nur darauf hinweisen, dass es nicht ganz ungefährlich
ist hier mitten in der Nacht durch die Wälder zu ziehen! Sie sollten
nicht vergessen, dass sie sich auf Hogwarts befinden! Und ich habe es
nicht nötig mein Wissen zu verkaufen. Jeder der meinen Namen kennt
weiss was sich dahinter befindet!", entgegnete Snape.
"Ich glaube nicht, dass irgendjemand weiss was sich hinter dem Allen
befindet und es scheint sich auch niemand, ausser mir dafür zu
interessieren!", mekerte Josie.
"Sie wissen gar nicht was sie da von sich geben. Sie sollten erst das
Gehirn einschalten bevor sie mit ihrem losen Mundwerk antworten! Wenn
ich ihnen begegne dann ist das mit Ärger verbunden! Sie schaffen es
jedesmal mich zu verärgern!", sprach Severus mit einer sehr tiefen
Stimmlage.
"Na das ist doch schon mal eine Gefühlsregung, wenigstens etwas! Ist
doch ein Anfang!", sprach Josie.
"Ein Anfang für was? Eine Bekanntschaft, oder wohl möglich eine
Freundschaft? Paah! Jetzt bringen sie mich zum schmunzeln. Als würde
ich mich mit ihnen unterhalten!", schimpfte Snape.
"Professor Snape, wie würden sie es denn betiteln was wir hier gerade
tun? In meinem Wortschatz scheint dieses einer Unterhaltung gleich,
zwar keiner guten, aber es reden zwei Personen miteinander. Das nennt
man doch eine Unterhaltung, oder?", gab Josie neunmalklug zurück.
"Sie sind sehr vorlaut! Und außerdem was für Musik hören sie da?",
Severus war total durch den Wind und wusste auch nicht mehr was anderes
zu erwähnen.
Schnell entgegnete Josie: "Vorlaut zu sein ist meine Stärke. Ich sage
halt immer was ich denke. Ich weiss, dass es manchmal unangebracht ist,
aber ich bin nun mal so. Das ist mein Naturell. Die Musik, die ich höre
stammt von Händel, der Sänger ist Farinellie, ein....."
"Ich weiss wer Farinellie ist!", warf Severus ihr schnell zu.
"Ach ja! Sie sind ja sehr gebildet...ich vergaß!", entgegnete Joesie.
Severus hatte jetzt keine lust mehr diesem Gespräch beizuwohnen.
"Ich habe kein Interesse mehr diese Konversation weiter zu führen. Gute
Nacht!"
Mit diesen Worten wandte er sich von mir ab.
"Gute Nacht Professor Snape, wünsche eine angenehme Nachtruhe!", rief
ich ihm noch nach.
In seinem Kerker angekommen führt Severus selbstgespräche. Sie scheint
gar keine Angst vor mir zu haben und wie sie mit mir umgeht, als wäre
ich irgendjemand. Das beeindruckt mich schon ein wenig. Sie versucht es
tatsächlich mit mir aufzunehmen! Aber da muss sie noch viel lernen!
Aber ich muss gestehen, dass es mich erfreut hat mich mit ihr
auseinanderzusetzen! Es hat mich erfreut? Das einzige was mich sonst
erfreuen kann ist, wenn ich meinen Schülern eine schlechte Note geben
kann, oder wenn ich ihnen eine Tadel verpassen kann. Oder wenn andere
das Leben als ein Spiel betrachten und dann bitterlich verlieren!
Ein Grinsen verbreitet sich auf seinem Gesicht.
Sie ist nicht an meiner Person interessiert! Niemand ist das, ausser
Albus und die Anhänger des Bösen, weil sie wissen wie gerissen ich sein
kann.
Sie verfolgt bestimmt ein Ziel! Was hat sie nur vor? Ich muss
vorsichtig sein. Mit ihrem umwerfenden Sein könnte sie mir gefährlich
werden auf einer Art die nicht gerade förderlich wäre, wenn sie
wirklich ein spezielles Ziel verfolgt! Aber das wird sie nicht
schaffen, denn ich bin Professor Severus Snape!
Das Wochenende habe ich in vollen Zügen genossen. Ich war oft in der
freien Natur, das Wetter hatte dazu eingeladen. Die Sonne schien und es
war herrliches Herbstwetter.
Aber auch diese Zeit ging vorbei und der Arbeitsalltag holte mich ein,
als am Montagmorgen um 6:30 Uhr mein Wecker schellte.
Noch etwas müde bemühe ich mich aus dem Bett zu steigen. Ich bin gut
gelaunt und freue mich auf meine Aufgaben.
Nachdem ich mich eine Weile im Bad beschäftigt habe ziehe ich meine
Arbeitsuniform an und suche den Speisesaal auf. Hunger habe ich zwar
nicht aber so ein Käffchen am Morgen...das bewirkt doch wahre Wunder!
Wiedereinmal ist es sehr laut, aber so langsam gewöhne ich mich daran,
obwohl ich meinen Kaffee am Morgen doch lieber alleine genieße. Ich
werde mir in den nächsten Tagen eine Kaffemaschine zulegen, guter Plan!
Ich gehe in Richtung meines Platzes, da vernehme ich eine grummelige
Stimme:
"Morgen...und? Haben sie das freie Wochenende genossen, Fräulein Arnd?"
Noch nicht so ganz wach, drehe ich mich kurz um und erwidere:
"Morgen, Professor Snape. Ja, danke, das habe ich!"
Ohh, heute so aufmerksam, dachte ich mir. Der muss wohl was in seinen
Kaffee bekommen haben, warum sonst sollte er mich ansprechen. Das ganze
Wochenende habe ich ihn nicht gesehen. Ich war auch wieder des Abends
draußen, aber ihn habe ich nicht gesehen, obwohl ich tief in mir damit
gerechnet hatte und das auch der Grund war, dass meine Spaziergänge
doch etwas länger ausgefallen sind als sonst!
Im Halbschlaf schütte ich den Kaffe herunter. Dann machen Elysa und ich
uns auf die bevorstehende Arbeit zu verrichten!
In den ersten Stunden sind wir damit beschäftigt in verschiedenen
Aufenthaltsräumen die Vorhänge abzunehmen, Fenster zu putzen und
letzendlich neue Vorhänge wieder aufzuhängen. Am Mittag bin ich ein
wenig platt und freue mich auf ein paar Minuten Ruhe in unserem
Pausenraum und auf einen Kaffee.
"So gegen 14:00 Uhr können wir in die Klassenräume, aber da nicht jeden
Tag alle benutz werden ist das nicht so eine Arbeit. Bis 16:00 Uhr sind
wir fertig", sagte Elysa.
"Ich bin ein wenig geschafft aber ich hatte jetzt auch fast drei Monate
frei und bin körperliche Arbeit nicht mehr gewohnt. Sag mal,
kontruliert uns hier keiner?", fragte ich verwundert.
"Nein", erwiderte Elysa ,und das finde ich auch echt ein sehr gutes
Arbeiten. Klar hat man mich in den ersten Tagen beobachtet aber ich bin
jetzt schon über ein halbes Jahr hier da bringt Mrs. McGonagall mir
doch schon ein gewisses Vertrauen entgegen. Ich bin mal kurz weg, mach
mal noch Pause. Wenn ich zurück bin arbeiten wir weiter", sagt Elysa
und verläßt den Raum.
"OK, bis gleich, Elysa."
Severus hat auch im Moment ein paar minuten Pause bevor die nächste
Klasse unterrichtet werden muss. Er sucht in sämtlichen Räumen nach
Josie.
Ich werde schon herausbekommen WAS für einen Plan diese Rotznase
verfolgt. Als wenn eine Frau mich auf`s Kreuz legen könnte. Die
Gedanken schwirren in Snape`s Kopf herum. Naja, auf`s Kreuz
legen,
könnte man auch anders definieren!
Ah, da ist ja Madame. Was tut sie da? Was geht in ihr vor? Ich werde
wohl mal einen Trank brauen der mich veranlagt ihre Gedanken lesen zu
können. Ja genau das werde ich tun!
Auf leisen Sohlen verlässt er den Ort.
Elysa ist wieder da und die Frauen machen sich erneut an die Arbeit.
Nach der Arbeit steigt Josie unter die Dusche und danach wollte sie
eigentlich nur ein kurzes Nickerchen machen jedoch sie wird erst
mitten in der Nacht wieder wach.
Total müde versuche ich zu registrieren wie spät es ist. Ach Gott, es
ist 02:34 Uhr. Ohje, ich habe durchgeschlafen. Na Toll! Jetzt bin ich
hell wach und habe hunger. Was mache ich denn nun? Ob ich einfach mal
in die Küche gehen kann...bestimmt. Wird wohl niemand was dagegen haben.
Ich ziehe mir einen Morgenmantel an, schnappe mir eine Taschenlampe und
gehe in die Küche.
Die unheimliche Stille und die Dunkelheit bereiten mir einige Schauer
die mir über den Rücken laufen. Die vielen merkwürdigen Statuen sehen
am Tage ja schon sehr gruselig aus, aber im Schein der
Taschenlampe......!
In der Küche angekommen durchsuche ich mehere Schränke nach
Brot...gefunden! Ich bin dabei die Kühlschranktür zu schliessen da
steht plötzlich Snape vor mir.
"Das erschrecken der Leute könnte aber auch zu ihrem Hobby werden,
Professor Snape!"
"Hungrig, mitten in der Nacht? Sie sollten vielleicht die Essenszeiten
einhalten, dann werden sie nicht in der Nacht vom Hunger übermannt!,
sagte Snape fast freundlich.
"Ja ich habe Hunger und da ich eingeschlafen bin und vor ein paar
Minuten erst wach geworden bin konnte ich leider beim Abendbrot nicht
erscheinen, was eine logische Schlussfolgerung ist. Und sie? Konnten
sie auch nicht schlafen und haben hunger bekommen?"
"Junge Dame ich brauche nicht viel schlaf und ich war heute beim
abendlichen Essen. Ich habe zusätzlich ein gutes Gehör und wollte
wissen wer des Nachts durch das Schloss geistert", säuselte Snape.
"Na, dann haben sie ja ihren Geist gefunden", erwiderte Josie frech.
Ich schmierte mir ein paar Brote, legte sie mir auf einen Teller und
ging zum Ausgang der Küche wo dann Severus mir nachging und sagte:
"Ich begleite sie zu ihrem Zimmer. Man weiss nie wer, oder was sich
hier in dieses alten Gemäuern im Dunkeln herumtreibt. Folgen sie mir."
Sehr erstaunt und verwundert schaute ich ihn an.
"Wenn sie darauf bestehen. Bitte. Aber denken sie nicht, dass ich ihren
Schutz nötig hätte."
"Nein, soetwas würde ich nie für möglich halten", erwiderte Severus.
Natürlich hatte das Snape nicht aus irgendeiner Freundlichkeit heraus
getan. Für ihn führte Josie etwas im Schilde und das nicht zu seinen
Gunsten. Er hoffte, wenn er ihr ein wenig nett entgegen treten würde,
würde er ihren tükischen Plan schon entdecken.
Schweigend begleitete Severus mich bis wir an meinem Zimmer angekommen
waren.
"So, Professor, da sind wir. Wollen sie mich jetzt auch noch hinein
begleiten und sich nach Bösewichten umschauen?"
Mmh, gerne würde ich mal das Zimmer durchleuchten, dachte er.
"Ich denke es wird ihnen nichts mehr passieren können. Ich wünsche eine
gute Nacht junge Dame."
"Danke für ihren unnötigen Begleitschutz. Gute Nacht!"
Mit diesen Worten betrat ich den Raum und schloss hinter mir die Tür.
Der ist wirklich verrückt. Mal verhält er sich so, mal anders! Er ist
unberechenbar.
Es war zwar nett seine Anwesenheit zu ertragen aber nach meinem
Ermessen war das von nöten! Trotzdem hat er was an sich das mich
wirklich anzieht, obwohl er gar nicht mein Typ ist. Viel zu groß und
auch so dünn und ich mag es auch nicht wenn ein Mensch so verschlossen
ist. Bei dem braucht man ja einen Riesenbagger bis seine Mauer mal
einbricht! Und das wo ich doch so ein ungeduldiger Mensch bin.
Ich esse mir die zurechtgemachten Schnitten und kurz danach lege ich
mich ins Bett und dussel noch so vor mir her bis der Wecker das
unterbricht.
Noch vor dem Frühstück macht sich Albus Dumbledore auf Snape zu
besuchen. An der Tür angekommen klopft er an.
"Severus sind sie da? Hier ist Albus."
Snape öffnet die Tür.
"Guten Morgen Albus. Kommt herein. Was kann ich so früh am Morgen für
sie tun?"
"Ich habe einen Auftrag für sie Severus. Ich brauche einige wichtige
Dinge aus der Stadt und da ich nicht jeden mit diesem beauftragen kann
habe ich an sie gedacht. Ich wollte ihnen das früh genug mitteilen. Es
wäre erst am Samstag soweit. Und noch was. Vielleicht könnten sie
unsere neue Hausdame Fräulein Arnd dorthin mitnehmen? Sie kennen sich
doch so gut aus und könnten der jungen Dame alles zeigen. Haben sie am
Samstag zeit?", erkundigte sich Dumbledore.
Nicht genug das ich in die Stadt muss am helligten Tage.....NEIN, ich
muss diese Rotznase auch noch mitschleppen. Obwohl - es wäre sicher
eine Gelegenheit meinen Zaubertrank bei ihr auszuprobieren, dachte
Snape.
"In Ordnung, Albus. Ich bin am Samstag um 10:00 Uhr in ihrem Büro."
"Ich wußte doch, dass sie - Severus der richtige Mann dafür sind.
Schön! Alles weitere werde ich ihnen am Samstag erläutern. Ich wünsche
ihnen einen vielschaffenden Tag. Auf Wiedersehen."
"Das wünsche ich ihnen auch. Auf Wiedersehen."
Josie ging ihrer Arbeit nach und kurz vor Feierabend kam Mrs.
McGonagall auf sie zu.
"Hallo Fräulein Arnd. Ich wollte mich nach ihrem Wohlbefinden
erkundigen und ob sie sich hier gut zurechtfinden und ob ihnen die
Arbeit freude bereitet?"
"Guten Tag Mrs. McGonagall. Danke es ist alles bestens. Ich fühle mich
hier sehr wohl und auch die Arbeit macht mir spaß."
"Das ist schön zu hören. Ich wollte ihnen auch mitteilen, dass sie am
Samstag Gelegenheit haben werden, soweit sie es möchten, in die Stadt
nach Hogdmade zu gehen. Für einen geeigneten Begleiter der ihnen alles
zeigen kann ist schon gesorgt. Was sagen sie dazu?", berichtet ihr Mrs.
MCGonagall.
"Das finde ich sehr gut Mrs. McGonagall. Ich müsste sowieso mal in die
Stadt, nicht nur um meine Neugierde zu befreidigen, ich möchte mir
gerne eine Kaffeemaschine zulegen. Wer ist denn mein Begleiter?"
"Nun, junge Dame es ist unser lieber Professor Snape. Er kennt sich in
der Stadt aus und freut sich auch schon sie dorthin mitzunehmen. Wenn
sie bitte um 10:30 Uhr am Samstag in der Eingangshalle sind. Der
Professor wird sie dort erwarten."
Oh mein Gott, dachte ich mir.
Es sind ja auch nur mindestens 25 andere
Menschen in der Lage mich dorthin zu begleiten. Aber nein, es muss ja
dieser Kerl sein. Na das kann ja heiter werden. Wenn die Unterhaltung
wieder so berauschend wird wie das letzte Mal...Prost Mahlzeit!
"Professor Snape ist also der Jenige! Da bedanke ich mich aber bei
ihnen. Ich werde pünktlich da sein", bezüglich des Bedankens hatte ich
geflunkert aber ich wollte mir auch nichts anmerken lassen, dass es mir
gar nicht so passte das es dieser Snape war.
"Bitte meine Liebe. Dann wünsche ich ihnen einen schönen Feierabend.
Bis Bald."
"Auf Wiedersehen Mrs. MCGonagall."
Naja, dachte ich, vielleicht wird es ja auch ganz nett. Vielleicht kann
ich ihn mal aus seinem Panzer herausholen.
4.Kapitel
Die Woche verging wie im Fluge und der Samstag rückte näher.
Ich beschloss mich richtig fein anzuziehen und mich richtig zu Stylen.
Wer weiss wem ich alles begegnen könnte. Und für das Professorchen
wollte ich natürlich auch schick sein!
Severus hat den Morgen damit verbracht den Zaubertrank zu brauen. Kurz
bevor er ging trank er diesen.
So, du kleine Spionin. Heute werde ich dir das Handwerk legen, und mit
einem Schmunzeln auf dem Gesicht ging er zum Büro von Albus Dumbledore.
"Guten Morgen mein Freund", ertönte es von Albus, als Severus nach dem
hereinbeten das Büro betrat.
"Guten Morgen, Albus!"
"Wie ich sehe sind sie pünktlich - wie immer. Auf sie ist eben
verlass.
Ich habe ihnen einen Zettel fertig geschrieben mit verschiedenen Dingen
die besorgt werden müssen. Sie wissen ja wo das Alles zu finden ist.
Wie ich hörte freuen sie sich unsere neue Angestellte ein wenig die
Stadt zu zeigen und dazu dieses herrliche Wetter. Ich wünsche ihnen
Beiden viel Vergnügen!"
"Danke, Albus."
Severus war ein wenig verblüfft weil er die Gedanken von Albus nicht
hören konnte. Da fiel ihm ein, dass Albus imun gegen jeglichen Zauber
ist. Er hatte schon an sich gezweifelt....aber nur kurz.
Severus verließ das Büro und ging in die Eingangshalle wo Josie schon
auf ihne wartete.
Ach, da ist sie ja schon. Hat sich aber ganz schön herausgeputzt. Sie
sieht ja richtig hübsch aus. Sicherlich ist das auch ein Trick von ihr.
Meint wohl ich falle auf Äußerlichkeiten rein. Heute werde ich die
Wahrheit hören", dachte er bevor er auf Josie zugeht.
"Morgen Fräulein Arnd. Sie sind pünktlich, dass schätze ich. Wir können
dann los. Dann kommen sie."
"Guten Morgen Professor Snape. Danke, dass sie mich mitnehmen. Das ist
sehr freundlich."
Die Beiden begeben sich auf den Weg.
Ich bin ein wenig in Gedanken.
WOW! Der schaut aber heute besonders fesch aus und er riecht auch sehr
umwerfend. Scheint doch nett zu werden mit diesem Miesepeter.
Severus konnte ihre Gedanken hören und warf ihr einen wirren Blick zu.
Eine Weile gingen sie Stumm neben einander her bis Severus die Stille
unterbrach.
"Was hat sie denn dazu gebracht bei uns als Hausdame tätig zu werden?",
fragte er freundlich in der Hoffnung, dass er ein wenig zutritt zu
ihren Gedanken bekommt.
"Mich hat Hogwarts schon immer fazinierd. Ich habe mich schon vor
längerer Zeit in die Liste eintragen lassen in der Hoffnung hier
Arbeiten zu dürfen. Ich habe vor 2 Jahren eine weitere Ausbildung zur
Hausdame gemacht und wollte auch in diesem Tätigkeitsbereich arbeiten.
Ja und als ich dann vor 3 Monaten eine Zusagen erhalten habe hat mich
natürlich nichts mehr bei mir zu Hause festgehalten", erzählte Josie
eifrig.
"Sie haben also nichts was sie vermissen könnten?", entgegnete Snape.
"Doch das habe ich schon. Meine Eltern und Geschwister waren schon sehr
traurig aber sie wissen auch wie sehr ich es mir gewünscht habe nach
Hogwarts zu gehen. Und wie sind sie hier hergekommen, Professor?"
"Das tut jetzt nicht zur Sache. Sagen sie, tragen sie immer schwarze
Kleidung?"
In Josies Gedanken.
Warum stellt er mir denn solche Fragen. Mir kommt das vor, als wenn es
ein Verhör ist. Aber bloss nichts von seiner Person preis geben.
Doch dann antwortet Josie: "Ich trage schwarz weil das meine
Lieblingsfarbe ist und weil ich mich einfach in dieser Farbe wohl
fühle, obwohl schwarz eigentlich keine Farbe ist. Ich möchte damit auch
was zum Ausdruck bringen. Meinen Glauben und den Menschen mitteilen,
dass ich nun mal anders bin, als der Rest der Welt. Und wie ist es bei
Ihnen? Sie tragen doch auch nur schwarz. Was steht bei ihnen dahinter?"
"Das gehört zu meiner Privatsphäre, junge Dame!"
Komischer Kautz, dachte Josie, ich soll ihm alle seine Fragen
beantworten und er schweigt.
"Erzählen sie doch mal was von sich", fragte Snape.
"Ich mag jetzt nicht mehr, Professor. Ich soll ihre Fragen beantworten
und sie selber geben gar nichts von sich preis. Das gleicht eher einem
Verhör, als einer Unterredung."
Snapes Gedanken.
Naja, wenn sie nicht redet wird sie wohl denken....das ist gut so werde
ich was erfahren können.
Auch Josie ist in erneuten Gedankengängen.
Iregndwie habe ich mich gefreut mit ihm zusammen zusein, dachte wir
würden uns mal etwas näher kennen lernen. Schade das er einen mega
Stock in seinem Arsch trägt. Er ist so Stocksteif, sollte mal lieber
etwas lockerer werden und die angenehmen Seiten des Lebens leben. Er
ist es bestimmt nicht wert, dass ich versuche seine Person zu erkunden,
habe das Gefühl er will das auch nicht.
Severus schaut Josie sehr verwirrt an.
"Was ist denn nun schon wieder? Wieso starren sie mich so an?", fragte
Josie.
"Es ist nichts. Ich war gerade nur in Gedanken", antwortete Snape rasch
bevor er wieder seine Gedanken schweifen lässt.
Was sie über mich denkt. Ich habe einen Stock im Arsch! Bin Stocksteif?
Sie will mein Ich erkunden? Was ist mit ihrem Plan?, rätselte Severus.
Ich muss ihr mein Vertrauen vermitteln dann hat sie sicher andere
Gedanken.
"Sie mögen also Händel und den Sänger Farinelli?", fragte Snape
interessiert.
Irgendwie bemüht er sich eine Konversation zu führen. Ich sollte
geduldiger mit ihm sein, dachte Josie kuz bevor sie antwortete.
"Ja sehr sogar. Das ist doch mal wirkliche Musik! Dabei kann ich
richtig abschalten und allles um mich herum vergessen, oder je nach
belieben...einfach vor mir hinträumen. Ich mag die melancholische
Musik. Musik mit gefühl, aussagekräftig. Auch wenn man die Sprache in
der Gesungen wird nicht versteht, aber man kann das Lied fühlen und
weiss genau von was gesungen wird. Mozart mag ich auch. Und? Wie ist es
bei Ihnen Professor?"
"Nun, auch ich möchte mich ihren gesprochenen Worten anschließen! Ich
vereehre auch diese Art der Musik. Sie schafft bei mir eine
Ausgeglichenheit, ein wohlwollendes Gefühl. Ich habe eine ganze
Sammlung verschiedenster Stücke, also wenn sie mögen, dann können sie
sich ruhig mal was ausborgen. Allerding besitze ich nur Schallplatten,
ich halte nichts von diesem neumodischen Kram", säuselte Severus.
"Leider habe ich keinen Plattenspieler aber ich würde sie mit einer gut
gekochten kanne Kaffee und ein paar Keksen bestechen und wir könnten
uns die Platten gemeinsam anhöhren?"
Severus schweigt.
"Professor?"
"Äh, ja das werden wir dann sehen. Ich habe nicht gerne Besuch."
Ich bekomme auch gar keinen, ausser wenn es mal was geschäftliches ist,
dachte Severus.
"In Ordnung. Ich wollte sie nicht überrollen. Ist das da vorne Hogmade?"
"Ja, wir sind angekommen. Ich werde sie zunächst in ein Cafe´ setzen
und werde dann meine Besorgungen erledigen. Ich hole sie später ab und
dann können sie auch etwas einkaufen und ich zeige ihnen die Stadt.
Geht das Klar?"
"Klar!"
In Josies Gedanken
Na das war doch schon mal nicht schlecht für den Anfang. Er ist doch
recht nett, sogar ein wenig charmant! Und er riecht so gut...ahhh! Mir
gefällt es in seiner Gegenwart zu sein. Er hat so eine tolle dunkle
Stimme und er weiss auch wie er die Worte formen muss. Ich glaube, ich
könnte ihne schon sehr lieb haben!
In diesem Moment überkam Severus ein Hustenanfall!
"Alles in Ordnung?", fragte Josie besorgt.
"Ja, ja!", brachte Severus gerade eben noch heraus.
Er denkt:
Sie könnte mich WAS? lieb haben? Und sie ist gerne mit mir zusammen?
Ich glaube ich habe den falschen Trank gebraut.
Niemand kann mich gut leiden, niemand schätzt meine Anwesenheit! Was
soll ich nur davon halten? Aber ich merke, dass mir ihre Nähe auch
gefällt, dass auch ich sie.....NEIN! Jetzt ist aber Schluss.
Am Cafe` angekommen begleitet mich Severus hinein und bringt mich an
einen freien Tisch.
"So, ich werde jetzt meine Einkäufe erledigen und dann gleich zu ihnen
zurückkehren. Bestellen sie sich was sie wollen. Albus hat sie
eingeladen. Ich beeile mich. Und bitte verlassen sie nicht das Cafe` ,
bis gleich."
"Ja, Professor. Viel Spaß bei ihren Erledigungen."
Viel Spaß bei den Erledigungen! Ich hasse es unter sovielen Menschen zu
sein. Dieser Konsumkauf und überhaupt!
Diesesmal war es für Sverus besonders schlimm, egal wo er sich
aufhielt er konnte überall die Gedanken der anderen Leute vernehmen.
Ohje, dachte Snape, das hatte ich vorher nicht mit eingeplant.
Schnell erledigte er die Einkäufe und kehrte dann in das Cafe` zurück.
"Hallo Fräulein Arnd. Da bin ich wieder", sagte Severus freundlich.
"Hallo! Sie sehen aber ein wenig genervt aus. Ist alles in Ordnung mit
ihnen?"
"Ich mag die vielen Menschen einfach nicht. Ich hasse es Einkäufe zu
erledigen", beschwerte er sich.
"Das kann ich ein wenig nachvollziehen. Ich bin auch nicht unbedingt
ein Freund von Menschenansammlungen. Sie sind auch ganz gerne mal
alleine, was? Und sie lieben glaube ich ihre Arbeit!", interessierte
sich Josie.
"Ja, das stimmt. Meine Arbeit ist mein Leben. Da gehe ich richtig auf,
kann meine Fähigkeiten dort zum Einsatz bringen. Herr Ober, ich hätte
gerne einen Kaffee."
"Sofort, Sir", kam es vom Kellner.
Josie sagte dann ganz aufgeregt: "Ich kann mir schon vorstellen, dass
ihre Tätigkeit sehr interessant ist. Ich habe mich auch schon mit der
Magie und auch mit Zaubertränken versucht zu beschäftigen aber ich habe
wohl die Begabung nicht! Schade! Das Feld ist auch sehr weit und man
muss unterscheiden zwischen weißer und schwarzer Magie!"
"Sie interessieren sich also für die Magie. Das ist ja interessant. Ja,
wenn sie möchten dann kann ich ihnen versuchen mein Wissen zu
vermitteln. Natürlich nur, wenn sie mögen!"
Josie`s Augen funkelten. Nicht nur wegen dem Gedanken, dass sie was
über die Magie lernen würde, nein auch weil ER sich mit ihr
beschäftigen würde und sie seine Gegenwart genießen dürfte.
"Oh, das wäre wunderbar, Professor Snape!"
Der bestellte Kaffee wurde gebracht und die Beiden unterhielten sich
noch eine ganze Weile. Und das auf eine sehr freundliche Art und Weise.
Anscheinend genossen beide die Unterhaltung. Sogar Severus machte einen
entspannten Eindruck.
Wenig später besorgten sie noch diverse Dinge und auch die
Kaffeemaschine für Josie.
Kurz bevor es dunkel wurde begaben sie sich auf den Rückweg.
Severus war ein wenig in Gedanken.
Sie ist eigentlich sehr nett und ich musste feststellen, dass wir
einige Gemeinsamkeiten miteinander haben. Ich habe in ihren Gedanken
gelesen, konnte aber keine Boshaftigkeiten entdecken, nur einige
unschöne Worte die sie über mich geäußert hat. Keinen Plan, nichts
hatte mit dem Bösen zu tun! Ob sie mich wirklich kennen lernen möchte?
Es schmeichelt mir und ich bin von ihrem Mut beeindruckt. Sie hat schon
so einiges zu Bieten. Sie ist intelligent und spricht meine Sprache.
Sie ist vorlaut und weiss ihre Meinung zu äußern und zu Vetreten, auch
die Optik gefällt mir immer besser! Der Tag mit ihr war schön, so lange
Zeit habe ich mich nicht mehr so gut unterhalten. Auch ihre
Aufmerksamkeit und den Respekt den sie mir erweist, dass wirft
mich ein wenig aus der Bahn muss ich gestehen!
Am Tor Hogwarts angekommen verabschieden sie sich.
"Nun gut, Professor Snape. Ich möchte ihnen meinen Dank aussprechen.
Der Tag war sehr schön und ihre Gegenwart sehr charmant. Ich hoffe das
war nicht unser erster und letzter Ausflug. Ich werde dann mal auf mein
Zimmer gehen. Wünsche einen schönen Abend", sagte Josie etwas verlegen.
"Auch ich wünsche ihnen einen schönen Abend und kann mich auch nur
anschließen. Ich habe den Tag auch genossen! Wir sehen uns bestimmt
beim Abendbrot Fräulein Josie! Entschuldigung, ich meinte Fräulein
Arnd. Soll ich ihnen noch die Sachen hochtragen?", fragte er forsch.
Severus war durcheinander. Wann war er auch das letze Mal so lange und
das auch noch alleine mit einer Frau!
" Nein danke, die Sachen vermag ich schon alleine zu tragen. Und das
geht schon klar wenn sie mich bei meinem Vornamen nennen. Ich werde
dann mal auf mein Zimmer gehen. Wiedersehen!"
Josie versuchte langsam ein Bein vor das Andere zu setzen was gar
nicht so einfach war da ihre Beine sehr wackelig waren!
Ein wenig hatte
sie sich schon von Snape entfernt da überkam sie das Gefühl sie müsste
sich nocheinmal zu ihm umdrehen. Hatte sie sich doch gerade von ihm
verabschiedet, aber sie hatte das Verlangen nocheinmal gerade in diesem
Moment sein Gesicht zu sehen! Also drehte sich Josie um!
Severus stand immer noch an dem selben Platz. Er schaute ihr nach und
als Josie sich umdrehte trafen sich ihre Blicke!
Snape verweilte noch ein paar Minuten in Gedanken an dem Ort wo sie
sich verabschiedet hatten. Danach begab er sich zu Albus Dumbledore.
Sein Weg kreutzten einige Schüler die alles andere als leise ware aber
das schien ihn nicht zu Stören.
Am Büro angekommen klopft Snape an die Tür.
"Kommen sie herein", tönte Albus.
"Guten Abend Albus. Hier sind die Dinge die ich für sie besorgen
sollte. Ich habe alles bekommen."
"Ah, Severus. Das ist sehr schön. Ich bedanke mich bei ihnen auch
dafür, dass sie unsere neue Angestellte ein wenig rumgeführt haben. Ich
hoffe es war nicht zu anstrengend für sie, mein lieber."
"Nein, Sir. Das gehört doch zu meinen Aufgaben", meinte Snape.
"Hatten sie beide denn einen schönen Tag?", wollte Albus wissen, der
eigentlich schon längst wusste wie der Tag verlaufen war.
Albus konnte niemand etwas vormachen und das was in und um Hogwarts
herum geschah wusste er beinahe bevor es überhaupt passierte.
"Wie man es nimmt, Albus."
"So so. Dann wünsche ich ihnen einen schönen Abend."
"Danke. Ich werde dann zur Tagesordnung zurückkehren, Sir."
Snape verließ das Büro und dachte, ....manchmal ist Albus selbst mir
sehr suspekt.
Derweil in Josies Zimmer.
Ich weiss nicht was mit mir los ist. Ich schaffe es einfach nicht mich
mal für ein paar Minuten hinzusetzen. Ich fühle mich wie eine
aufgezogene Puppe mit einem Schlüssel im Rücken wo jemand, jedesmal
erneut diesen umdreht! Meine Gedanken wirren mir im Kopf rum,
eigentlich denke ich an nichts- mein Kopf ist leer!
Ich versuche mich damit zu beschäftigen meine Einkäufe auszupacken und
diese an den dafür vorgesehenen Ort unterzubringen.
Kurze Zeit später gehe ich zum Speisesaal. Sehr durch den Wind betrete
ich den Saal gehe zu meinem Platz. Ziemlich verkrampft setze ich mich
zu Elysa.
"Hey Josie. Schön dich zu sehen. Na, wie war denn dein Tag mit diesem
Griesgram?"
"Hallo! Ähm, was? Der Tag! Ach so! Ja....ganz nett", stoterte Josie
herum.
"Was ist denn mit dir los?", fragte Elysa neugierig.
"Wieso? Was soll denn los sein?"
"Ich meine ja nur, du bist irgendwie merkwürdig und auch so wibbelig!"
"Elysa, das meinst du nur. Ich habe heute eben ein wenig neue Eindrücke
gesammelt. Nach Hogsmade kommt man ja nicht alle Tage. Es ist alles in
Ordnung! Und nun lass uns essen, ich habe Hunger!"
Elysa versuchte nichts mehr zu erfragen. Sie genoss das Essen, nur
Josie konnte nichts runter bekommen.
"Na dafür, dass du so einen Wahnsinnshunger hattest hast du sehr viel
gegessen!", meinte Elysa ein wenig zünisch.
"Ich hatte auch hunger aber dann auch wieder nicht!"
"Irgendwas stimmt mit dir nicht. Aber bitte, wenn du es mir nicht sagen
willst!"
"Elysa glaub mir, es ist wirklich nichts passiert!", versuchte Josie
Elysa zu überzeugen.
"Nun gut! Was machst du heute Abend noch, Josie?"
"Ich glaube ich werde mir einen ruhigen Abend gestalten und früh
schlafen gehen! Und du?", fragte Josie schnell.
"Ich werde Hogsmade ein wenig unsicher machen - alleine! Schade,
wäre
gerne mit dir zusammen gegangen, aber ich kenne ja doch schon die eine
oder andere Person dort! Na dann wünsche ich einen schönen ruhigen
Abend, wir sehen uns morgen. Machs gut!"
"Ja du auch, Elysa und viel Spaß. Bis morgen."
Ich wäre zwar gerne mit Elysa mitgegangen, aber mir persönlich schwebte
etwas anderes durch den Kopf!
Einen leckeren Kaffee, ein paar Kekse, gute Musik und Severus!
Ich wusste nicht ob es eine gute Idee war ihn einfach zu überrollen.
Aber der Tag war so schön mit ihm und er hat sich doch auch wohl
gefühlt und wenn er mich nicht sehen will, wird er mir das schon sagen!
Auf den Mund gefallen ist er ja nun wirklich nicht!
Ich koche den Kaffee und packe die Kekse ein. Zweifel kommen in mir
hoch!
Ist das richtig was ich hier tue? Ob ich nicht ein wenig voreilig bin?
Vielleicht war er ja nur so nett weil das seine Aufgabe war? Aber
warum hat auch er mir nachgeschaut? Interpretiere ich da zuviel herein?
Ach, ich weiss nicht! Ich weiss nur, dass ich gerne den Abend mit ihm
teilen würde.
5.Kapitel
Der Kaffee ist fertig!
Was mache ich denn nun? - Ich werde jetzt gehen!
Josie nahm all ihren Mut zusammen und ging hinunter in den Keller!
Am Kerker angekommen wollte sie erst noch einen Rückzieher machen aber
dann klopfte sie doch an.
"Ja! Wer stört mich in meiner abendlichen Ruhe!", ertönte es sehr
unfreundlich durch die Tür.
Mein Mut schien zu schwinden.
Die Tür öffnet sich und ein verärgerter Professor Snape steht vor mir!
Er schaut mich fragend an.
"Josie? Was wollen sie denn hier?"
"Äh, guten Abend, ich habe Kaffee dabei und Kekse und dachte mir....",
Josie wurde sehr verlegen.
"Na dann kommen sie mal herein. Ich hoffe der Kaffee kann mich
überzeugen, dass dieses eine gute Idee war."
Severus bat sie herein und bot ihr einen Paltz am Kamin an.
"Bitte nehmen sie platz. Dann werde ich mal die Tassen holen."
Ich sah mich in seinem Kerker um.
Kahle Steinwände erblickte ich an denen keine Bilder waren. Auch kein
Fenster, der den Blick nach draussen hätte bieten können! Aber
unzählige
Kerzenständer mit großen Kerzen waren überall im Raum verteilt. Der
Raum war wohl sehr kalt gestaltet jedoch die Kerzen zauberten eine
sehr wohlige Atmosphäre. Große Drachen und Statuen mit nicht gerade
freundlichen Gesichtern waren auch Teil der Einrichtung die im
Kerzenlicht schon ziemlich böse aussahen. In der hintersten Ecke
erblickte ich einen übergroßen Schreibtisch aus Stein und viele Regale
auf denen sich Flaschen und Dosen befanden!
Und eine Tür konnte ich noch entdecken! Da gehts wohl in sein
Schlafzimmer. Bin ja neugierig wie es da aussieht.
"Ich weiss, manche Leute mögen meinen Stil nicht", mit den Worten
näherte sich Snape, die Tassen in der Hand.
Dann lassen sie mich mal von ihrem Kaffee kosten."
Ich schüttete den Kaffee ein.
"Ich finde ihren Wohnraum sehr beeindruckend. Auch ich liebe die
Dunkelheit und den Kerzenschein. Es ist sehr gemütlich hier ganz nach
meinem Geschmack. Die Statuen sind auch wunderschön, obwohl sie einen
furchteinflößenden Ausdruck haben. Dort in der Ecke das ist bestimmt
ihr Reich wo sie sich am meisten aufhalten oder? Es ist überhaupt
alles sehr interessant." Und damit meinte Josie nicht nur die
Gegenstände im Raum.
Snape kostete den Kaffee und nahm sich auch einen Keks dazu.
Die junge Dame hat wirklich Mut. Stolziert einfach in meine
Privatsphäre und vor allem in mein Leben! Sie schmeisst alles
durcheinander, allerdings scheint ihr das wenig auszumachen. Lohnt es
sich wirklich Zeit in sie zu Investieren?
"Der Kaffee ist wirklich gut. Was hat sie veranlasst mich aufzusuchen
Fräulein Josephine?"
Josie schluckte, auf so eine Frage war sie nicht vorbereitet.
"Ich habe da sehr intuitiv gehandelt. Ich denke nicht lange über
irgendwelche Dinge nach, ich tue sie einfach! Das mag manchmal ein
Fehler sein und einige Menschen kommen damit nicht klar, aber so bin
ich nun mal. Da ich mir die Kaffemaschine gekauft habe dachte ich mir
es wäre eine gute Idee diese in einer charmanten Gegenwart
auszuprobieren."
Snape erwiderte: "Sie schmeicheln mir. Was steckt bei allen dem
dahinter, was für ein Ziel verfolgen sie?"
"Was für ein Ziel ich verfolge? Das finde ich jetzt ein wenig
überzogen. Ich habe mich heute amüsiert und möchte sie einfach weiter
kennen lernen, weil ich ihre Persönlichkeit sehr interessant finde und
mehr ist das im Moment nicht!"
"Im Moment, Josie? Da ist doch schon eine Einschränkung!"
"Professor Snape, warum sind sie so mißtrauisch? Ich möchte sie doch
einfach nur näher kennen lernen, was weiss ich ob wir uns verstehn. Was
daraus entstehen kann? Da wir schon einige Gemeinsamkeiten festgestellt
haben, dachte ich das es vielleicht eine Erweiterung der Interessen
geben kann und mehr nicht! Nicht jeder will ihnen etwas Böses. Es gibt
Menschen, die sich um Menschen noch bemühen und zu dieser Sorte gehöre
ich!", klärte Josie auf.
Doch Snape sagte nur darauf: "Ich mag die Menschen nicht und ich
mag es auch nicht mit Menschen befreundet zu sein! Ich brauche keine
Menschen in meinem Leben. Das alles reicht mir und befriedigt mich. Ich
habe mich vor langer Zeit mit den Menschen beschäftigt und wurde eines
besseren belehrt. Ich weiss gar nicht was mich dazu veranlasst ihnen
das zu erzählen!"
"Vielleicht haben sie die Hoffnung doch noch nicht ganz aufgegeben?" ,
sagte Josie die durch Severus Worte sehr traurig gstimmt wurde. Es tat
ihr Leid, dass er so denkt!
"Hoffnung, sagte Snape, dass ich nicht lache! Hoffnung - so etwas
existiert nicht in meinem Wortschatz. Ich war auch mal so naiv wie sie
es sind. Man lebt sein Leben nicht um glücklich zu sein, um Glück zu
erfahren, man ist auf dieser Welt um seine Aufgaben zu erfüllen in dem
was man tut der Beste zu sein!"
Severus wurde sehr ernst. Sein Gesichtsausdruck war sehr verbissen,
aber auch ein Ausdruck davon, dass er schon sehr verletzt worden war,
gelitten hatte von dem Leben was er gelebt hat!
"Aber meinen sie nicht, sprach Josie, dass man das Nützliche mit dem
Angenehmen verbinden kann? Menschen sind doch nicht nur auf dieser Welt
um ihre Aufgaben zu erfüllen. Jemand hat uns das Leben geschenkt damit
wir auch Glück und Freude erfahren können! Es befindet sich doch alles
auf einem Grad. Nur wenn mir Leid widerfahren ist kann ich glücklich
sein! Wenn ich weine dann kann ich auch wieder das Lachen genießen!
Das gehört einfach zusammen, genau wie das Leben und der Tod. Es gibt
keines ohne das Andere!
Sie sind naiv wenn sie glauben, dass es nur
eine Seite geben kann! Lassen sie das Leben doch mal zu!"
Severus war beeindruckt von ihren Worten. Josie hatte den großen
mächtigen Professor Severus Snape sprachlos bekommen. Er wusste dem
nichts zu entgegnen und schwieg einige Zeit!
Dann unterbrach er die Stille.
"Sie sind eine kluge Frau! Um mich sprachlos zu bekommen dazu gehört
schon so einiges. Ich habe seit langer Zeit über das Leben nicht mehr
nachgedacht, ich hatte auch keinen Anlass dazu! Ich muss gestehen, dass
sie wahre Worte gesprochen haben, aber wenn ihnen das Leben nur die
dunklen Seiten bietet dann glauben sie nach einiger Zeit, dass es
nichts mehr anderes gibt und man findet sich damit ab, das dass, dass
Leben ist! Man identifizeirt sich damit!"
"Professor, das mag schon sein, dass das Leben ungerecht zu ihnen war,
aber haben wir nicht alle schon dunkle Jahre gelebt? Aber wenn ihnen
doch mal ein Licht in der Dunkelheit begegnet, dann greifen sie doch
danach und versuchen sie nicht eine Mauer hochzuziehen damit das Licht
nicht durchdringen kann...zu ihnen!
Es ist nicht alles schlecht was das
Leben zu geben hat! Das sollten sie nicht ausser Acht lassen!"
Darauf Snape: "Es kommt mir so vor, als hätte auch sie das Leben
geprägt. Jedoch haben sie sich für das Licht entschieden."
"Nein, sagte Josie, das habe ich nicht, nur ich versuche eine gute
Mischung zustande zu bekommen! Ich wurde auch von den Menschen
enttäuscht, mir ist auch schreckliches wiederfahren, aber ich habe
immer versucht den Menschen vertauen entgegen zu bringen. Jeder Mensch
ist anders. Nicht alle sind schlecht!"
Severus nippte an seiner Tasse. Sein Gesichtsausdruck hatte sich
entspannt und er sah sogar zufrieden aus.
Diese Lady scheint mich besser zu kennen, als ich mich selber! Mich
ärgert allerdings, dass sie mein Dasein so genau wiedergibt.
Er stand auf und legte eine Platte auf.
Er fühlte sich irgendwie ertappt, - erkannt! Er wollte nicht mehr
weiter ins Detail gehen. Er wollte seine Maske bewahren!
"Ich hoffe Mozart ist nach ihrem Geschmack", lenkte Snape vom Thema ab.
Ich bemerkte, dass er nichts mehr zu der Sache sagen wollte und beließ
es auch dabei. Ich wollte ihn nicht noch mehr überrollen. Aus der
Unterhaltung heraus hatte ich schon genug erfahren, mehr als er preis
geben wollte und weiss Gott mehr, als er in den letzen Jahren von sich
gegeben hatte.
"Mozart finde ich sehr schön. Möchten sie noch eine Tasse Kaffee?",
lenkte Josie ein.
"Ja, ich bitte darum."
Lange saßen wir beide vor dem Kamin und lauschten der Musik. Eine
Unterhaltung hatte danach nicht mehr stattgefunden. Nur hin und wieder
ein paar Wortwechsel.
Aber das war kein Problem.
Wir genossen die Stille, die Musik und ich glaube auch er, genoss meine
Person!
Draussen graute der Morgen und ich beschloss auf mein Zimmer zu gehen.
"Professor Snape, ich bin müde und werde jetzt gehen. Die Zeit mit
ihnen hat mir etwas schönes vermittelt. Danke dafür! Ich wünsche ihnen
einen guten Schlaf. Gute Nacht!"
"Auch ich möchte mich für den Kaffee und die Kekse bedanken und
natürlich auch für ihre nette Gesellschaft! Ich bringe sie noch zur
Tür", sagte Snape zufrieden.
Er geleitete mich zu Tür.
Ohh, wie gerne hätte ich ihn in den Arm genommen!
"Gute Nacht Josie und schlafen sie wohl."
Noch ein letzter Blick und dann ging ich aus der Tür und er schloss
diese hinter mir.
Severus ging in seinem Kerker hin und her. Er war in seinen Gedanken
sehr vertieft. Immer wieder konnte er Josies Worte hören!
Sie hat bei mir wirklich einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Was
und wie sie es gesagt hat. Am Anfang konnte ich sie gar nicht leiden,
dass hat sich geändert. Ich bin erstaunt von mir selber, von meinen
Gedanken, von meinen Gefühlen!
Gefühle? Ich denke wirres Zeug, ich sollte lieber schlafen gehen.
In seinem Schlafzimmer angekommen zog er sich aus und legte sich in
sein Bett.
Aber auch dort verfolgten ihn seine Gedanken! Er wälzte sich hin und
her. Er fand einfach keinen schlaf!
Was hat sie nur mit mir angestellt? Ich bin wie von Sinnen!
Kurze Zeit später stand er auf, zog sich wieder an und ging an die
frische Luft um eine klaren Kopf zu bekommen!
Auch Josie konnte nicht schlafen! Immer wieder sah sie das Gesicht von
Severus vor sich. Sie beschloss sich in die Badewanne zu legen um dort
ein wenig zu relaxen!
Nach dem Bad war Josie so müde geworden, dass sie sich in ihr Bett
legte und dann glücklich einschlief.
Derweil wurde Severus gar nicht müde. Den ganzen Vormittag verbrachte
er im Wald. Genoss die Natur und erfreute sich daran. In seinem Kopf
breitete sich endlich eine gewisse Klarheit aus. Wenig später begab
auch er sich in sein Bett und kurze Zeitspäter schlief er ein.
Josie verschlief den ganzen Tag, als sie erwachte war es schon nach
16:00 Uhr.
Müde torkelte sie aus dem Bett und setzte sich einen Kaffee an um ein
wenig die Müdigkeit besiegen zu können.
Sie war immer noch ziemlich aufgedreht.
Nach dem Kaffeegenuss zog sie sich an und ging nach Draußen. Auf dem
Weg dorthin traf sie Elysa.
"Hey Josie, na alles OK bei dir? Hast aber lange geschlafen."
"Hallo Elysa! Ja, die Nacht war doch ein wenig länger, als erwartet.
Und wie war es bei dir?"
"Ich hatte viel Spaß und habe einen netten Mann kennen gelernt. Wir
haben uns ziemlich lange und gut unterhalten. Was hast du denn noch so
getrieben, dass die Nacht so lang war?", quetschte Elysa sie aus.
"Ich lese gerade ein gutes Buch und ich konnte einfach nicht aufhören
darin zu lesen. So so...du hast also einen Mann kennen gelernt? Und?
Ein netter Typ?", fragte Josie.
Elysa fängt an zu schwärmen.
"Mhh, ja sehr sogar. So höflich und gebildet und er sieht sehr gut aus.
Ich glaube ich mag ihn jetzt schon, obwohl wir uns noch gar nicht
kennen. Ich treffe ihn gleich wieder, wir sind um 18:00 Uhr verabredet.
Meinst du ich sehe so gut genug aus? Muss doch hübsch sein!"
"Du siehst gut aus, Elysa. Du kannst auf jeden Fall so dorthin gehen!
Das hört sich ja schwer danach an, dass du dich verliebt hast?"
Elysa verfällt in lautes Lachen.
"Dachte ich mir, freute sich Josie! Hoffe es beruht sich auf
Gegenseitgkeit. Wie heißt er denn?,wollte Josie wissen.
"Sein Name ist John. Ich bin ganz aufgeregt, konnte die ganze Nacht
nicht schlafen."
"Ach ich wollte sagen, warf Josie schnell ein, dass es mir auch schon
mal so ging, dass ich es nachvollziehen kann. Dann wünsche ich dir viel
Erfolg und euch zweien viel Spaß. Wir sehen uns morgen bei der Arbeit.
Bis Morgen!"
"Ja, bis morgen Josie. Dir auch noch einen schönen Sonntag."
Mit diesen Worten macht sich Elysa auf den Weg.
Ohje, dann laufen ja zwei verrückte, verliebte Hühner in Hogwarts
herum, dachte Josie.
Josie ging ein wenig Spazieren und kehrte dann in den Speisesaal ein.
Ich bin total nervös, wie verhalte ich mich denn jetzt Severus
gegenüber? Ob die Anderen etwas mitbekommen haben, oder etwas merken
werden? Ach was! Von mir wird niemand etwas erfahren...das bin ich ihm
schuldig. Und er wird sicherlich nichts erzählen, wem auch! Soll ich
ihn gleich grüßen? Wenn er überhaupt da ist. In diesem Moment erblicke
ich ihn.
Gut schaut er wieder aus, viel zu gut. Mein Herz fängt an zu rasen,
meine Knie werden wackelig und ich fange am ganzen Körper an zu
zittern. Na dann werde ich mal zu meinem Platz gehen. Ich begrüße beim
vorbeigehen das Angestellten - Team. Ich halte kurz inne als ich dabei
bin an SEINEM Platz vorbeizugehen.
"Guten Abend, Professor Snape."
Severus wirft mir einen Blick zu - ich versinke!
"Nabend Fräulein Arnd!", grüßt Snape.
Das war alles? Nabend Fräulein Arnd! Ich weiss ja, dass er sein Image
wahren möchte aber ein wenig mehr hatte ich schon erhofft.
Er ist halt nicht von dieser Welt. Wenn ich den Kontakt erweitern
möchte dann werde ich mich wohl daran gewöhnen müssen.
Ich nehme Platz und lasse mir das Essen schmecken. Ich verspüre zwar
einen großen Hunger, aber ich kann nichts essen!
Ich bin mehr damit beschäftigt Severus zu beobachten. Er scheint auch
keinen Hunger zu haben. Wie graziös er sich benimmt. Was er wohl für
eine Unterhaltung mit Mrs. McGonagall führt? Er sieht so hart und
kaltherzig aus, aber wenn man genauer hinsieht entdeckt man das er
sehr verletzlich ist! Ich glaube ich habe mich in ihn verliebt!
Allerdings weiss ich auch nicht so genau WAS mit mir los ist. So etwas
habe ich noch nicht erlebt. Klar, dass ich schon verliebt war aber
diesmal ist es anders! Von Schmetterlingen im Bauch und weichen Knieen
hatte ich schon gehört aber das sowas existiert...!
Plötzlich bemerke ich, dass Severus auch mich beobachtet. Ob auch er
mich mag?
Nach dem Abendbrot gehe ich auf mein Zimmer. Immer noch durcheinander
versuche ich meine Gedanken an die Seite zu schieben und beschäftige
mich damit ein Buch zu lesen und schlafe während des Lesens ein.
Der Montagvormittag ist schnell vergangen. Heute haben wir den Festsaal
ein wenig auf Fordermann gebracht.
Am Wochenende soll dort eine Tanzveranstalltung für alle bewohner
Hogwarts stattfinden.
Wir werden wohl die ganze Woche damit beschäftigt sein. Es soll ja
alles perfekt werden und die anderen Aufgaben müssen auch noch
bewältigt werden.
Das Arbeiten und die Vorbereitungen für das Fest machen mir spaß.
Professor Dumbledore sagte uns in einem Gespräch, dass wir sehr wohl
unserer Kreativität freien Lauf lassen können.
Am Abend mache ich noch einen Gang um Hogwarts. Während ich so durch
das Gras gehe sehe ich wie Severus alleine auf einem Baumstumpf sitzt.
Ich gehe auf ihn zu.
"Hallo, Professor Snape. Darf ich mich zu ihnen gesellen oder ist meine
Anwesenheit störend für sie?"
"Nabend Josie. Nein, sie stören nicht. Nehmen sie platz", bittet Snape.
"Wie geht es ihnen?", fragt Josie.
"Danke der Nachfrage, mir geht es gut. Wie sie schon festgestellt haben
sind sie nicht die Einzige die sich zu später Stunde gerne an die
frische Luft begiebt. Wie stehts mit ihrem Wohlbefinden?", erkundigt
sich Snape.
"Danke, im Moment fühle ich mich sehr wohl. Haben sie schon von der
Veranstaltung gehört?"
Josie fragte dieses nicht ohne einen Hintergedanken zu haben.
"Ja! - Ich hasse solche Anlässe. Was soll das? Dort spielt dann
jeder seine Rolle, ach wie toll wir sind und was für ein Spaß wir doch
haben. Für mich ist das nichts. Ich werde den Abend in meinen
Räumlichkeiten verbringen und hoffe, dass ich von allen dem nichts
mitbekommen werde.", antwortete Snape sehr grummelig.
Darauf Josie: "Schade das sie dieses so verbissen sehen. Ich
dachte unser Gespräch vom Samstag hat irgendwas bei ihnen bewegt oder
noch nachwellen erzeugt! Ich würde sie gerne dort treffen und einen
netten Abend mit ihnen verbringen, Professor."
"Josie! Die Unterhaltung mit ihnen war sehr aufschlussreich und es hat
sehr wohl etwas in mir ausgelößt! Aber wie denken sie sich das? Wir
beide tauchen dort auf - wohlmöglich noch Hand in Hand! Was
denken sie sich dabei? Ich bin nicht der Mann für den sie mich halten!
Ich lebe mein Leben auf meine Weise. Das habe ich versucht ihnen zu
vermitteln! Sie haben nicht verstanden was ich ihnen über mich sagen
wollte."
"Doch ich habe sie verstanden!", warf Josie ein. "Ich wollte ihnen nur
einen schönen Abend bereiten, ihnen eine Freude machen! Versuchen sie
dem Leben ein Stück näher zu bringen und sie von einem anderen Leben zu
überzeugen! Man kann auch beide Seiten leben! Vielleicht tut es ihnen
gut hin und wieder mal aus ihrem Loch heraus zu kommen! Ich sagte ja
nicht, dass sie ihre Lebensphilosophie ändern sollen. Ich möchte sie
nicht ändern! Ich m.., finde sie sind so OK, wie sie sind!"
Snape sagte darauf: "Na da bedanke ich mich aber bei ihnen, dass sie
mich so akzeptieren wie ich bin! Sie bringen mein Leben durcheinander.
Ich bin es nicht gewohnt, dass sich jemand mit mir so beschäftigt und
ich bin es auch nicht wert! Sie sind eine nette Frau, warum haben sie
niemanden an ihrer Seite? Warum beschäftigen sie sich nicht mit anderen
Männern bei denen sich das lohnt? Sie haben sich den Falschen
ausgesucht! Bemühen sie sich lieber um jemanden der das zu Schätzen
weiss!"
Snape war sehr ernst dabei. Er wollte ihr diese Worte nicht sagen aber
er musste sich schützen, nach seinem erachten.
"Ich werde sie nun alleine lassen Fräulein Josie!"
Er stand auf und kehrte ihr den Rücken zu.
Auch Josie stand auf, stellte sich vor Snape und sagte:
"Ich weiß sehr wohl was ich hier tue! Und ich kann auch selber
einschätzen ob es sich für mich lohnt oder nicht! Sie sind zwar ein
sehr schwieriger Mensch, aber ich möchte sie einfach kennen lernen mit
ihnen zeit verbringen und ja....ich hege gefühle für sie! Ich kann
diese zwar noch nicht deuten....ich habe mehere Gründe um ihre Person
kennen lernen zu wollen. Warum sind sie so stur und verbohrt? Meinen
sie, wenn ich überhaupt kein Interesse an ihnen hätte würde ich mich
mit ihnen überhaupt auseinandersetzen?" Josie wurde ein wenig wütend.
Sie stand genau vor Severus und er sah sie mit dunklen großen Augen an.
Dann sagte er:
"Jeder Mensch ist anders. Und sie...sie sind das ganz bestimmt!
Entschuldigen sie mein schlechtes Benehmen. Ich werde ihnen bezüglich
der Veranstalltung meine Antwort zukommen lassen. Einen schönen Abend
Josie."
"Sie brauchen sich für gar nicht zu Entschuldigen. Dafür besteht kein
Grund. Ihnen auch einen schönen Abend", warf sie ihm nach.
Die nächsten Tage haben mich ganz schön in Anspruch genommen. Die
Vorbereitungen liefen auf hochtouren. Es machte zwar viel Spaß aber es
war auch viel arbeit die auf uns zukam und die wir bewältigten!
Die Fenster hängten wir mit dunkelgrünen Vorhängen ab, so dass kein
Licht hereinscheinen konnte. Auch die Decken schmückten wir mit diesen
Vorhängen. Die Tische und Stühle verzierten wir mit unechten Rosen. Auf
dem Boden verteilten wir unzählige Rosenblätter. Im Raum sollte kein
künstliches Licht scheinen.
Ich glaube wir haben das ganze Lager leergeräumt, denn wir holten
minestens 500 Kerzenständer heraus, die wir in dem Saal so verteilten,
dass es hell genug war. Schließlich sollte es auch gemütlich sein!
Kurz bevohr wir fertig waren betrat Albus Dumbledore den Saal.
"Ach du meine Güte! Meine Damen, ich muss gestehen, dass sie tolle
Arbeit geleistet haben. Das sieht fantastisch aus. Wenn ich daran denke
wie morgen Abend nur die vielen Kerzen den Raum erhellen wird mir
richtig wohl ums Herz. Sehr schön meine Damen, sehr schön."
"Vielen Dank Professor Dumbledor, die meisten Ideen hatte allerdings
Josephine", sagte Elysa.
"Es freut mich, dass es ihnen gefällt", antwortete Josie.
"Dann werde ich sie mal wieder alleine lassen. Auf wiedersehen die
Damen!"
"Auf wiedersehen, Professor", kam es von Elysa und Josie.
Nach dem Feierabend und nach dem Abendessen saß ich am Fenster in
meinem Zimmer und blickte in die Ferne.
Severus hatte sich noch nicht bei mir gemeldet und die kurzen Gespräche
die wir in der vergangenen Woche führten hatten auch keinen Aufschluss
darüber gegeben ob er nun zu dem Fest erscheinen würde oder nicht!
Ich war traurig, tränen liefen mir über das Gesicht. Obwohl ich Severus
kaum kannte, ich vermisste ihn schon und das obwohl wir uns fast
täglich sahen!
Am nächsten Morgen ging ich nach Hogsmade, ich brauchte dringend ein
Kleid. Elysa begleitete mich.
Wir entdeckten in Hogsmade einen Laden der Abendkleider verkaufte und
stürmten diesen gleich!
Ich sah mich in dem Geschäft um. Die Kleider waren alle sehr schön aber
ich suchte nach was besonderem.
Elysa hatte ihr Kleid schon gefunden.
"Schau mal Josie. Ist das nicht der ablolute Hammer?"
"Wow das steht dir aber besonders gut. Das würde ich nehmen", Josie war
begeistert von diesem Anblick.
"Hast du auch schon was gefunden Josie?"
"Nein,Elysa!"
Ich gehe auf den Verkäufer zu.
"Entschuldigung, haben sie noch mehere Kleider in ihrem Sortiment oder
sind das hier die einzigen Kleider die sie haben?"
"Sie haben noch nichts passendes gefunden? Ich habe gestern noch ein
paar andere Modelle hereinbekommen die ich noch nicht in den Laden
gebracht habe. Wenn sie mir folgen wollen."
Ich folgte dem Verkäufer.
"Hier sind die Modelle. Schauen sie in Ruhe. Wenn sie was gefunden
haben was ihnen zusagt, dann können sie es in der Gaderobe
anprobieren."
"Dankeschön, ich schaue mal ob was für mich dabei ist!"
Und gesucht - gefunden!
Ein umwerfendes Kleid! Natürlich in schwarz. Es hat einen hohen Kragen
aus Spitze, eine Corsage ist eingearbeitet, die Ärmel - weit, aus
Spitze und dann das Highlight. Das Kleid läuft nach unten hin weit
auseinander, wird mit einem Reifrock getragen. Alles aus Spitze und
Tüll! Ein absoluter Hinkucker!
Ich ziehe es an...es passt! Ich präsentiere mich dem Verkäufer und
Elysa.
"Josie! Echt Klasse. Du siehst toll darin aus!"
"Da kann ich mich dem Fräulein nur anschließen. Sehr vorteilhaft. Wie
für sie gemacht!"
"Das nehme ich!", sagt Josie glücklich über ihre Erungenschaft.
Auf dem Rückweg albern wir ein wenig rum.
"Dann werde ich ja heute Abend deinen John kennen lernen, der kommt
doch oder Elysa?"
"Ja, natürlich kommt er. Bin mal gespannt was er zu meinem Kleid sagt.
Aber sag` mal, warum schmeisst du dich denn so in Schale? Da ist doch
was, dass du mir verschweigst?", bohrte Elysa.
"Kann ich mich nicht einfach so hübsch machen ohne damit jemanden
beeindrucken zu müssen? Deine Phantasie geht mit dir durch. Na, viel
Spaß beim Stylen Elysa."
"Dir auch. Bis später Josie."
Ich nehme ein schönes langes Bad.
Ich hoffe so sehr, dass Severus erscheinen wird. Ich möchte heute sehr
gut aussehen...wenn er nicht kommt war alles umsonst!
Ich creme mich ein, lege einen verführerischen Duft auf. Stecke mir die
Haare zu einer sehr schönen Frisur hoch...lasse ein paar Strähnen
herausfallen...Romantiklook! Ziehe mir eine schöne Kette an die das
Kleid noch unterstreicht. Schminke mich ein wenig, auch in schwarz.
Ziehe mir Strapse an und hohe Stiefel, dann der Knaller...das Kleid!
Ich betrachte mich im Spiegel. Ich finde mich heute sehr schön!
Aufgeregt aber auch ein wenig traurig gestimmt gehe ich hinunter zum
Festsaal.
Vom weiten höre ich schon die Musik und lautes Stimmengewirr.
Ich betrete den Saal. Eine schöne Atmosphäre liegt in der Luft.
Fröhliche und gut gelaunte Gesichter kann ich erblicken.
Ich gehe durch den Saal. Suchend nach Severus!
6.Kapitel
Von hinten Tippt mich jemand an. Breitgrinsend drehe ich mich um und
muss zu meinem Bedauern feststellen, das es Mrs.McGonagall ist.
"Guten Abend mein Kind. Sie sehen wunderschön aus! Auch die Gestaltung
des Raumes ist ihnen wirklich gelungen. Das verspricht ein schönes Fest
zu werden. Ich habe den Eindruck sie sind auf der Suche nach jemanden?
Vielleicht kann ich ihnen helfen?"
"Nabend Mrs.McGonagall. Vielen Dank, sie sehen auch sehr gut aus. Und
für die Gestalltung bin ich nicht alleine verantwortlich. -
Vielleicht können sie mir doch helfen. Ich weiss zwar nicht, ob es
richtig ist...aber wissen sie, ob Professor Snape heute Abend anwesend
sein wird?"
"Sie suchen den Professor? Ich habe schon erkannt, dass sie seine
Zuneigung suchen. Severus ist nicht gerade ein geselliger Mensch. Er
ist schon ein wenig merkwürdig, aber doch sehr liebenswert, wenn man
ihn ein wenig besser kennt und weiss mit seiner Art umzugehen. Ich
werde sie aber leider enttäuschen müssen, ich glaube nicht, dass er
heute Abend anwesend sein wird."
"Das dachte ich mir schon. Aber bitte, das bleibt unter uns", bat Josie.
"Natürlich, junge Dame. Ich wünsche ihnen viel Glück. Es wird Zeit,
dass sich eine Frau mit unserem Professor beschäftigt. Viel Spaß."
"Danke, ihnen auch, Mrs.McGonagall."
Ich stelle mich am Ende des Raumes in die hinterste Ecke, so dass ich
den Eingang im Auge habe. Lange Zeit verharre ich dort. Ein paar ältere
Schüler fordern mich zum Tanzen auf. Ich lasse mich darauf ein. Sogar
ein paar vom Kollegium tanzen mit mir. Ich versuche den Abend zu
genießen aber die Traurigkeit macht sich in mir breit! Ich verlasse den
Saal und gehe in den Park.
Die Musik ist selbst hier draußen sehr laut.
Ich gehe ein paar Schritte, da höre ich eine Stimme hinter mir.
"Darf ich um diesen Tanz bitten?"
Ich drehe mich um und Severus steht vor mir.
Meine Güte, sieht er gut aus. Er trägt einen schwarzen Anzug, darunter
ein Rüschen Hemd. Seine Haare wehen im Wind und sein Duft läßt mich
wieder mal phantasieren.
Auch Severus stockt fast der Atem als Josie sich zu ihm umdreht.
Umwerfend! Dieses Weibstück treibt mich regelrecht in den Wahnsinn!,
dachte Snape bei dieser Optik, die sich ihm bot.
"Wow! Entschuldigung aber sie sehen einfach umwerfend aus. Sehr
elegant. Gefällt mir! Was ist mit meinem Tanz?", sprach Snape mit
zitternder Stimme.
"Ich finde sie sehen heute Abend auch sehr gut aus. - Ich bin
bereit für unseren Tanz Professor!"
Severus reicht ihr seine Hand zum Tanze. Josie legt ihre Hand in seine.
Er faßt ihr an die Hüfte und der Tanz beginnt!
Josie zittert und ist sowas von nervös!
Zum erstenmal berühren sich die Beiden.
Josie schwebt wie auf Wolken!
"Fräulein Josie, sie tanzen sehr gut."
"Das kann ich nur zurückgeben, Professor."
Die Beiden harmonieren sehr gut miteinander und es wäre eine Augenweide
die beiden beim Tanzen beobachten zu können.
Sie strahlen Licht in die dunkle Nacht!
Aber der Park ist ansonsten unbesucht, das Treiben findet im Saal statt.
Der Tanz ist beendet und Severus verbeugt sich vor Josie.
"Ich bedanke mich recht Herzlich bei ihnen für diesen ausgesprochenen
schönen Tanz!", sagte Severus leise zu ihr.
"Ich habe zu Danken. Ich freue mich sie heute Abend doch noch zu sehen.
Damit habe ich nicht mehr gerechnet. Sie sind ein sehr guter Tänzer.
Und sie haben mich heute wirklich überrascht."
"Danke! - Und auch wenn sie es nicht für möglich halten, ich
werde sie bestimmt noch des öfteren überraschen, Josie."
"Davon bin ich überzeugt, Professor Snape!"
"Ich möchte ja nicht voreilig sein aber meinen sie nicht Josie, dass
wir uns beide beim Vornamen nennen sollten und damit auch das du
benutzen?"
Josie ist sehr verblüfft!
"Das würde ich gerne tun, wenn ihnen das wirklich nichts ausmacht?"
"Ich hätte es nicht vorgeschlagen, wenn ich es nicht so meinen würde,
Josie."
Er steckt ihr seine Hand entgegen.
"Mein Name ist Severus."
Josie macht einen Knicks und gab ihm die Hand.
"Sehr erfeut Severus! Mein Name ist ihnen ja schon bekannt!
Sie mussten lachen!
"Möchtest du ein Stück spazieren gehen, Josie?"
"Ja, gerne Severus", sie ließ seinen Namen regelrecht auf der Zunge
zergehen!
Severus hielt ihre Hand immer noch! Auch als sie Spazieren gehen.
Er kam ihr wie verwandelt vor! So offen, als wenn er ein anderer Mensch
über Nacht geworden wäre.
Doch sie dachte nicht lange darüber nach, sondern sog alles in sich
auf, was er ihr zu bieten hatte.
Ihr Herz klopfte bis zum Hals.
Sein Herz wurde so laut, dass er dachte man könnte dieses wahrnehmen.
Was tue ich hier bloß. Ich kann keinen klaren Gedanken fassen! Weiss
nicht, was für Worte ich sprechen soll und das passiert mir...Professor
Severus Snape, der, der sonst seiner wohlgeformten Worte so mächtig
war, als hätte er die Sprache selbst erfunden!
"Mir hat der Saal sehr gut gefallen. Man konnte erkennen, dass es dein
Werk war.", sagte Severus.
"Du warst da?", fragte Josie erstaund.
"Ja, ich habe auch dich gesehen, wie du mir ein paar anderen Kollegen
getanzt hast. Das fande ich gar nicht gut. Ich wollte auch erst das
Fest betreten, aber das ist nichts für mich. Als ich dann gesehen habe,
dass du den Saal verlässt, bin ich dir nachgegangen."
Er zog sie an sich heran, ihre Hand immer noch in seiner. Er sah ihr
tief in die Augen.
"Hör mal, Josie! Ich weiss nicht, wohin das alles führen wird. Ich kann
und werde dir nichts versprechen was ich nicht halten kann. Ich fühle,
dass du mehr in uns siehst aber für mich ist das alles neu und es macht
mir angst. Ich kann nicht sagen, dass ich nichts für dich empfinde aber
ich weiss auch nicht ob das ausreicht für eine gemeinsame Zukunft!
Severus denkt: Was soll ich ihr nur sagen? Mir fällt nichts mehr ein.
Mein Kopf ist leer. Sie bringt mich aus der Fassung und heute noch
mehr. Sie sieht sehr sexy aus. Am liebsten würde ich sie in meinen
Kerker schleppen.
"Ich hoffe du verstehst mich!", legte er schnell nach.
"Severus ich versuche dich zu verstehn. Auch ich weiss nicht wie es
weiter geht. Lassen wir doch die Gedanken, gedanken sein und warten
einfach ab was auf uns zukommt und wie es mit uns weitergeht! Was sagst
du dazu?", kommentierte Josie.
Sie gingen noch ein Stück weiter bis sie an eine Hecke standen. Das
Modlicht erhellte nur ihre Gesichter. Keine Menschenseele weit und
breit! Nur sie beide. Severus und Josie!
Er ließ ihre Hand los und führte seine Hände zu ihrem Gesicht. Erst
streichelte er ihr zart über die Wangen, dann hielt er ihr Gesicht
sanft fest.
"Du machst mich fertig! Dein Gesicht ist unbeschreiblich schön!",
flüstert er.
Lange schauen sie sich in die Augen bis Severus sich zu ihr hinunter
beugt.
"Darf ich dich küssen?", formte er zart seine Worte.
"Ja ich bitte darum!", sagte Josie leise.
Er beugte sich noch weiter zu ihr herunter, ihre Lippen waren sich in
diesem Moment schon sehr nahe.
Beide hielten den Blick stand. Nervös kam er ihrem Mund entgegen sein
Anblick auf sie gerichtet.
Er schloss die Augen!
Er legte seine Lippen auf ihre!
Diese formten sich zu einem zärtlichen aber auch leidenschaftlichen
Kuss!
Ich war wie von Sinnen! Nichts, aber auch rein gar nichts ging mir in
diesem Augenblick durch den Kopf.
Ich versuchte nur diesen Moment anzuhalten!
Sein Kuss - so süß, warm und leidenschaftlich. Der Mund und seine
Zunge....wie er schmeckte...Wahnsinn!
Bei unserem Kuss hielt er die ganze Zeit mein Gesicht in seinen Händen!
Ich zergehe wie Butter!
Auch ich ertaste beim Kuss sein Gesicht. Seine Haut fühlt sich so weich
an!
Abertausende von Schmetterlingen durchfahren meinen Körper.
Severus ist von dem Kuss so angetan, dass sein Atem lauter wird und er
in ein leises stöhnen verfällt!
Ich habe das Gefühl mein Herz springt mir gleich entgegen.
Auch ich gehe so in Leidenschaft auf, dass ich mich nicht mehr
zurückhalten kann und meine gefühlten Erregungen lautstark zum Ausdruck
bringe.
Wir befinden uns wie in einem Wahn. Keiner von uns beiden will, dass
der Kuss jemals endet!
Wir verharren noch so eine ganze Weile bis er dann seinen Mund von
meinem löst!
Seine Hände halten immer noch mein Gesicht.
Mit meinen Händen berühre ich seines und leise flüstere ich seinen
Namen.
Stumm stehen wir da und schauen uns an!
"Josie....das war wunderschön. Du schmeckst fantastisch!", hauchte
Severus.
Ich war immer noch von seinem Kuss benommen und von dem was da gerade
passiert war!
"Du bist wunderbar Severus!"
Hand in Hand gehen sie durch den Park. Im Moment brauchen sie keine
Worte.
Severus bleibt stehen.
"Komm mal her, ich möchte dich in meinen Armen halten!"
Josie läßt sich in seine Arme gleiten und streichelt seinen Rücken!
"Ach Severus. Ich fühle mich bei dir so geborgen! Du gibst mir ein
Gefühl von Sicherheit!"
Severus löste leicht die innige Umarmung und beide versanken wieder in
einen leidenschaftlichen Kuss!
Eine ganze Weile blieben die Beiden noch im Park bis der Morgen graute
und Severus sie zu ihrem Zimmer begleitete!
An der Tür angekommen meinte Severus:
"Am liebsten würde ich mit hinein kommen aber ich weiss das es nicht
gut wäre...für uns!"
"Ich würde dich auch gerne hinein bitten, würde gerne in deinen Armen
einschlafen aber ich glaube das wir nicht zum schlafen kommen würden!
Ich würde mehr wollen! Deswegen,...du hast recht. Ich danke dir für die
schönen Stunden. Ich wünsche dir einen guten Schlaf!"
"Auch ich fande die gemeinsame Zeit sehr schön und habe diese genossen!
Schlaf gut, meine Schönheit!"
So recht konnten die Beiden sich nicht trennen, vor Josies Tür küssten
sie sich nochmals!
"Auf wiedersehen!", flüsterte Josie.
"Auf bald, Schönste!", flüsterte auch Severus.
Severus ging in seinen Kerker. Er hatte ein unverschämtes Grinsen auf
seinen Lippen!
Die Nacht war schön. Diese Frau kann mir wirklich gefährlich werden.
Ihr Kuss...so umwerfend, ihr Duft....raubt mir die Sinne, ihre weiche
Haut...ich hatte das Verlangen sie überall berühren zu wollen. Sie
stiehlt mir meinen Verstand!
Aber was habe ich da nur getan? Wenn mich jemand gesehen hat?
Sie macht mich schwach und verletzlich und das will und darf ich nicht
sein!
Ich muss das alles beenden bevor es richtig angefangen hat!
Severus fand keinen Schlaf. Seine Gedankengänge beschäftigten ihn die
ganze Zeit!
Derweil konnte Josie prächtig schlafen. Nachdem sie sich ausgezogen
hatte und ins Bett sank, schlief sie sofort ein.
Am späten Nachmittag erwachte ich mit einem lächeln.
Oh mein Gott! Das war alles wie ein Traum. Ist es wirklich geschehen?
Ja, das ist es. Ich kann Severus noch riechen und.....
Sie stieg aus ihrem Bett und holte das Kleid hervohr.
Und mein Kleid riecht auch nach ihm! Mhhh!
Sie wälzte sich mit dem Kleid auf ihrem Bett und sagte dutzenfach
seinen Namen!
Was er wohl jetzt gerade macht? Dann werde ich mich mal fein machen und
zum Abendessen gehen. Aber duschen werde ich jetzt nicht, sein Duft ist
an mir und den will ich auch beibehalten!
Josie hatte sich zurecht gemacht und ging hinunter zum Speisesaal.
"Hey Josie wo warst du denn die ganze Nacht? Ich habe dich nur ganz
kurz gesehen und auf einmal warst du verschwunden. John wollte dich
dich unbedingt kennen lernen."
"Hey Elysa. Entschuldigung aber ich habe mich nicht so ganz wohl
gefühlt und bin recht früh auf mein Zimmer gegangen. Es tut mir leid!
Aber ich werde bestimmt noch Gelegenheit haben deinen John kennen zu
lernen. Habt ihr euch gut amüsiert?"
"Oh ja, das haben wir! Die Nacht war toll! Er hat sogar bei mir
übernachtet. Mehr brauche ich dir ja wohl nicht zu sagen oder?"
"Nein, Elysa....ins Detail brauchst du nicht zugehen. Ich kann es mir
schon denken! Das freut mich für euch!"
"Du siehst aber ganz schön fertig aus. Ist wirklich alles OK mit dir?",
fragte Elysa.
"Ja! Ist es. Mir geht es wirklich gut, bin nur noch ein wenig müde."
Josie schlug beim Abendessen so richtig zu! Da sie in den letzten Tagen
nicht viel essen konnte holte sie heute alles nach.
Zumindestens
vermittelte sie diesen Eindruck.
Sie sah zu Severus Platz. Er war leer!
Bestimmt schläft er noch, dachte Josie.
Aber Severus schlief nicht, er hatte auch noch nicht geschlafen,
sondern quälte sich damit seine gefühlten Gefühle zu verbannen!
Er war absichtlich nicht zum Abendessen erschienen. Er wollte sich die
Konfrontation mit Josie ersparen. Er wusste, immer konnte er ihr nicht
aus dem Weg gehen aber zumindestens heute konnte er verschont bleiben!
Josie schwelgte noch den ganzen Abend in Erinnerung an die vergangene
Nacht!
Der Montagmorgen ging ihr leicht von der Hand. Gut gelaunt und fröhlich
machte sie sich ans Werk.
Der Tag ging schnell vorbei.
Sie hatte gehofft Severus vielleicht beim täglichen Essen zu sehen,
aber keine Spur von ihm.
Später machte sie noch einen Spaziergang und dachte ihn dort sehen zu
können. Aber auch dort kein Zeichen von ihm. Sie ging in den Park wo
sie sich das erste Mal geküsst hatten. Leise weinte sie vor sich hin!
Die Tage vergingen und Josie hatte nichts von Severus gesehen oder
gehört. Sie machte sich sorgen.
Was ist nur mit ihm los? Wieso erscheint er nicht zum Essen? Ich habe
auch mehere Orte aufgesucht wo er hätte sein können, aber ich habe ihn
nicht gefunden.
Sie sucht das Büro von Mrs.McGonagall auf.
"Entschuldigung darf ich sie stören?", fragte Josie als sie das Büro
betrat.
"Junge Dame sie stören nicht. Was kann ich für sie tun?"
"Ich mache mir ein wenig sorgen um Professor Snape. Wissen sie was mit
ihm ist? Ich habe ihn seid ein paar Tagen nicht mehr gesehen."
"Der Professor hat sich ein wenig zurückgezogen. Das macht er schon
mal wenn er nachdenken muss oder an einem neuen Elixier arbeitet. Sie
brauchen sich nicht zu sorgen. Er wird schon bald wieder präsent sein."
"Na gut, Mrs.McGonagall. Ich danke ihnen für die Auskunft. Auf
Wiedersehen."
Mit diesen Worten ging Josie aus der Tür.
Nachdenken! Nachdenken! Immer dieses verfluchte Nachdenken! Er hätte
sich wenigstens bei mir melden können, auch wenn er ach so beschäftigt
ist.
Aus ihrer Traurigkeit wurde Wut!
7.Kapitel
Am Donnerstagmorgen bekamen Elysa und Josie den Arbeitsauftrag das
Klassenzimmer der Zaubertränke zu reinigen.
Also mache ich mich mit Elysa an die Arbeit.
Wir betreten den Raum.
Dein Duft ist hier überall vertreten.
Ich schaue mich um und entdecke wie du an deinem Schreibtisch sitzt, du
Severus.
Du bist in deinen Gedanken vertieft und schnell schreibst du mit der
Feder.
Mein Herz rast und ich weiss nicht wie ich mich dir gegenüber verhalten
soll.
“ Professor Snape, ich hoffe wir stören nicht mit unser Anwesenheit?“,
höre ich mich sagen.
Ein kurzer Blick von dir und ein wirscher Ton.“ Nein nein, auch sie
müssen ja irgendwann die Arbeit verrichten. Ich bin sowieso gleich
fertig!“
Ich fange an die Vorhänge von den Fenstern abzunehmen! Es wird Hell in
dem Raum...sehr Hell!
Du wirfst mir einen wirklich bösen Gesichtsausdruck zu, stehst auf und
kommst auf mich zu.
Ich spüre wie meine Knie noch weicher werden, als sie es ohnehin schon
sind. Du näherst dich meiner Person mit den Worten:
“Fräulein Arnd, da sie mir mit diesem widerlichen Licht meine Gedanken
zerstört haben werde ich den Unterrichtssaal nun verlassen."
Unfähig etwas sagen zu können rast du fast an mir vorbei und lässt mich
einfach stehen, als wären wir Fremde, als wäre nichts geschehen!
Nach dem Abendbrot begebe ich mich in die schöne jedoch momentan
dunkle Landschaft. So kann ich meine Gedanken schweifen lassen.
Tränen rollen mir über das Gesicht.
Plötzlich erblicke ich dich! Du sitzt auf einem Baumstumpf und starrst
ins leere!
Du bemerkst meine Anwesenheit. Du sagst meinen Namen, als hättest du
gewusst, dass ich es bin.
Du siehst ziemlich mitgenommen aus, ja fast kränklich. Dein
Gesichtsausdruck ist leer sowie auch deine Augen leer sind!
"Josie..Josie.., es tut mir Leid, dass ich in dir den Eindruck erweckt
habe, dass etwas zwischen uns ist! Ich bin nicht so wie du mich siehst!
Ich bin gerne alleine und will es auch bleiben! Ich habe lange
nachgedacht und es ist das Beste für uns wenn wir das, was passiert ist
vergessen!"
"Bitte? Was? Severus! Was soll das heißen?" Josie ist völlig ausser
sich.
"Hast du mir nicht zugehört? Ich möchte mein Leben nicht ändern, weil
ich so zufrieden bin." Kam es lautstark von Severus zurück.
"Zufrieden? Das reicht dir? Verschließe doch nicht deine Augen und dein
Herz. Erkennst du denn nicht, dass aus uns was wunderbares werden
könnte wenn du nicht vor deinen Gefühlen weglaufen würdest? Du bist
genauso aufgegangen bei unserer Zweisamkeit wie ich! Schmeiß bitte
nicht alles hin!"
Josie fing an zu weinen doch sie wollte nicht, dass Severus sieht, wie
sehr sie das verletzt hat. Sie ließ ihn stehen und rannte davon.
Severus blieb wie angewurzelt stehen.
Das wollte er auch nicht!
Sie unglücklich sehen.
Er hatte ihre Tränen gesehen, sie glänzten im Mondenschein.
Er war böse und sauer! Böse und sauer auf sich selber! Er wollte ihr
was ganz anderes mitteilen aber sein Mund vermochte nicht die Worte zu
formen, die er dachte!
Josie war froh als sie in ihrem Zimmer war. Dort konnte sie ihren
Gefühlen freien Lauf lassen. Sie weinte bitterlich!
Darüberhinaus schlief sie ein.
Sie wurde von einem Geräusch aufgeweckt.
Sah eine dunkle Gestalt auf sich zukommen.
Zuerst habe ich mich erschrocken und wollte laut aufschreien aber im
letzen Moment erkannte ich, dass du es warst - Severus!
Ich lag in meine Schlafecke gekauert noch immer liefen mir Tränen übers
Gesicht und jetzt erst recht.
Du standest an meinem Bett. Ich bemerkte wie du deine Schuhe auszogst
und ich sah aus dem Augenwinckel heraus wie dein Umhang fiel und du
nichts darunter trugst!
Du steigst unter meine Decke...nackt!
Ich wollte mich gerade zu dir umdrehen, da flüsterst du mir zu:
„Nein, bitte bleibe so liegen! Ich möchte nur einfach in deiner Nähe
sein, deine Haut spüren und riechen!“
Severus streichelt ihr sanft und langsam über den Rücken!
Ich höre mich schneller und lauter Atmen. Deine nackte Haut auf meiner
fühlt sich so gut an.
Schwebend und wie in Trance genieße ich alles von dir, was du mir
bietest.
Auch dein Atem ist schneller und lauter geworden.
Wie gerne möchte ich mich zu dir wenden, dein Gesicht streicheln, dich
liebkosen und vor allen Dingen rast mein Herz nur wenn ich daran
denke....dir einen heissen, zärtlichen und leidenschaftlichen Kuss
geben zu dürfen!
Du legst deinen Arm um meine Hüfte und ich komme dir mit meiner Hand
entgegen.
Wie ein Blitz rast ein Gefühl durch meinen Körper, dieses Gefühl ist
nicht in Worte zu fassen.
Gegenseitig berühren wir uns mit den Fingern.
Unbeschreiblich!
Ich kann kaum noch Atmen so benommen bin ich von deinen Berührungen,
von deiner Anwesenheit.
„Bitte lass mich heute Nacht bei dir bleiben“, flüsterst du mir ins Ohr.
Gänsehaut macht sich über meinen Körper breit.
„Ich will bei dir einschlafen!“ formte er zärtlich seine Worte.
Verwirrt von all den Ereignissen der letzten 5 Minuten bekomme ich nur
noch ein sehr leises „ja“ heraus.
Ich streichel sanft deine Hand und deinen Arm und bemerke wie du dabei
langsam in den Schlaf fällst.
Ich liege noch etwas wach! Ich begreife nicht wie jemand so
widersprüchlich sein kann. Noch vor ein paar Stunden hast du mir
gesagt, dass es ein Fehler war uns auf unsere Gefühle einzulassen.
Und jetzt hälst du mich nackt in deinen Armen!
Ich hätte dich rausschmeißen sollen, aber leider war mein Herz lauter,
als mein Verstand.
Wie könnte ich dich auch abweisen, du mein Prinz der Dunkelheit!
Ich schlafe ein so friedlich wie schon seid langer Zeit nicht mehr.
Ich wache auf, taste den Platz neben mir ab und greife ins Nichts!
Severus ist nicht mehr da!
Schade hatte ich mich so darauf gefreut mit ihm aufzuwachen, aber ich
werde mich wohl an sein sehr suspektes Verhalten gewöhnen müssen. Oder
ich muss die Finger von ihm lassen, jedoch das kann ich nicht, dafür
bedeutet er mich schon zuviel!
Ich entdecke auf meinem Nachttisch einen Zettel.
Der Zettel stammt von Severus!
Ich greife danach und versinke in seinen geschriebenen Worten.
Meine Schöne,
ich vermag selber nicht zu
sagen was in mir vorgeht. In der kurzen Zeit die wir
uns kennen bist Du schon fast ein Teil von mir geworden. Ich bin gerne mit Dir
zusammen und genieße jede Sekunde Deiner Gegenwart. Du bringst mich um meinen
Verstand, was auch erklären würde, dass ich mich so verhalte, wie ich
es im Moment tue! Ich möchte dich nicht
verlieren aber auch nicht verletzen! Bitte gebe mir Zeit das hier
alles zu Verarbeiten und zu Realisieren! Ich kann mich nicht einfach
auf eine Zukunft mir dir einlassen, auch wenn ich danach das Bedürfnis
verspüre! Ich bin so nicht konstruiert. Ich kann mich nicht von
einem auf den anderen Tag verändern und ich will mich auch nicht
verändern! Ich wollte Dich niemals
verletzen und doch habe ich es getan. Ich habe einfach angst
davor, dass du mich erkannt hast, dass du weisst, dass ich auch nur ein
Mensch bin, nichts besonderes, nicht furchteinflößend, verletzlich und
das auch ich schwach bin. Ich sträube mich davor mich
zu öffnen. Ich bin lieber allein und
alle meiden mich, weil sie denken ich bin das Böse! Nur so habe ich mich über
Wasser gehalten und mein Sein leben können. Hinter Mauern und hinter
Fassaden. Ich will einfach nicht
verletzt werden. Das ist mir schon zu oft
widerfahren und ich will mich nun mal nicht mehr so klein fühlen. Ich weiss, du kannst mich
verstehen. Ich weiss auch bei dir ist das anders! Ich habe das Bedürfnis mich
Dir zu zeigen. Möchte Dir alles von mir erzählen und was in meiner
Macht steht dir alles nur erdenkliche geben! Aber bitte, lass mir die
Zeit und verzeihe mir, dass ich manchmal ein Narr bin! Das Wollen ist es nicht, ich
muss das Können erst erlernen. Ich hoffe Du bist
nachsichtig mit mir schließlich bin ich dein Schüler!
Ich küsse zart deine Lippen
Severus
Tränen liefen ihr über das Gesicht!
Sie hatte ihn schon ein wenig erkannt, aber in diesen Zeilen eröffnete
er ihr seine Seele!
Severus ging seiner Arbeit nach. Er war aber kaum im Stande seine
Gedanken zu Sammeln und zu Sortieren.
Für ihn war was passierte nicht in die Normalität einzuordnen.
Lange Zeit hatte er sich nicht mir dem anderen Geschlecht beschäftigt.
Ihm war es egal! Er war zufrieden so wie er bisher gelebt hat. -
Doch nun ist alles anders. Sein Leben hat sich verändert, Josie
hat es verändert! Er wusste wenn er sie nicht verletzen wollte, dann
musste er an seiner Lebensansicht und Art etwas ändern aber er müsste
das so ändern, dass auch er damit leben konnte! Er war sich im Klaren
was er ausgelöst hatte. Das es nicht einfach werden würde, dessen war
er sich bewusst, aber wie das ganze funktionieren sollte, dafür fand er
keine Lösung...nicht in diesem Moment!
Unkonzentriert stand er vor seinen Schüler im Unterrichtsraum.
Der sonst so gefestigte Lehrer hinterließ einen unsicheren Eindruck. Er
versuchte sich zu Fangen.
"So meine Damen und Herren dann wollen wir mal fortfahren. In der
letzten Stunde habe ich ihnen erschwerend versucht etwas über den
Selbstfindungstrank beizubringen! Ich gehe davon aus, dass mal wieder
niemand ahnung davon hat was ich von mir gebe. - Das dachte ich
mir."
Zwar hatten einige Schüler mitteilungsbedürftig die Hand erhoben aber
Severus sah darüber hinweg!
"Dann schlagen sie bitte die Seite 167 auf und lesen sie die Kapittel 9
- 14 bis zum Ende der Stunde. Als Hausaufgabe werden sie mir dann in
der nächsten Stunde ein Referat darüber halten. Noch irgendwelche
fragen?"
Bevor überhaupt einer der Schüler fragen konnte brüllte Severus schon
"Nein!" in die Klasse!
"Dann - Ruhe!"
Er ging herüber zu seinem Schreibtisch und vergrub sich in seine
Lektüren über die Magie der Zaubertränke.
Nach Beendigung des Arbeitstages, der für Severus wie eine Ewigkeit
erschien, zog er sich zurück in seinen Kerker.
Er versuchte eine Lösung für das Problem zu finden.
Dumbledore und die anderen Kollegen werden es früher oder später
erfahren. Und die Schüler nicht zu vergessen!
Was werden sie über mich denken?
Spott habe ich schon genug ertragen müssen und jetzt habe ich eine Frau
an meiner Seite. Wie wird sich das auf meine gesellschaftliche Stellung
auswirken?
Eine Frau an seiner Seite zu haben bedeutet schwäche! Alle werden von
dem Zeitpunkt an wissen, dass ich verletzlich bin, dass ich ein ganz
normaler Mensch bin!
Bin ich bereit das alles für Josie aufzugeben? Kann mir je ein Mensch,
eine Frau das wert sein?
Aber wie wunderbar und belebend waren diese Gefühle die entfachten, als
ich sie in meinen Armen hielt, ihre Haut spürte, ihre süßlichen Lippen
berührte!
Was ist das Alles, gegen dieses, wie in einem anderen Leben - in einem
anderen Universum zu sein!
Es muss ein Kompromiss geschaffen werden können. Es muss einen Weg
geben!
Insgeheim habe ich von solchen Begebenheiten geträumt und habe mich
auch danach gesehnt. Jetzt sind sie gegenwärtig und ich zerbreche mir
den Kopf darüber wie ich mein Gesícht wahren kann....absurd!
Ich denke viel zuviel, vielleicht sollte ich mich von Josie`s
Leichtigkeit führen lassen.
Seine wirren Gefühle und Gedanken fingen an ihn zu erdrücken!
Er beschloss seine so geliebte Natur aufzusuchen.
Auch Josie hat sich den Tag über den Kopf zerbrochen.
Sie wusste genau das es bestimmt nicht seine Art war ihr in der kuzen
Zeit einen Einblick in sein Innerstes zu gestatten!
So verliebt sie auch war, dennoch verschloss sie die Augen nicht vor
der Wirklichkeit!
Sie suchte Severus in seinem Kerker auf da sie mit ihm reden wollte,
sie konnte sich denken, dass er ziemlich durcheinander war.
Als sie ihn dort nicht antraf ging sie vor das Tor Hogwarts und wenig
später sah sie ihren Liebsten.
Mit gemischten Gefühlen trat sie an ihn ran.
Sie berührte ihn am Arm um auf sich aufmerksam zu machen.
Langsam drehte er sich zu ihr um.
"Hallo Schönheit!" Sagte er.
"Severus, wie geht es dir?"
Sein Gesichtsausdruck sah sehr verzerrt und kalt aus.
"Josie, ich kann deine Anwesenheit jetzt nicht ertragen. Bitte lass
mich alleine. - Geh!", sprach Severus mit sehr harter Stimme.
Das hatte ich nicht erwartet. Gedacht hatte ich mir schon, dass er sich
schlecht fühlt und das er es auch nicht einfach hat!
"Gut! Ich werde dich alleine lassen aber bitte höre dir meine Worte an
- denn du bist nicht der Einzige der leidet! Auch ich mache mir sorgen
wie es mit uns weiter geht, auch ich denke an die Konsequenzen wie
Dombledore und die Anderen es aufnehmen werden und ich denke auch an
deine Schüler, an deinen gesellschaftlichen Standpunkt! Ich habe
begriffen, dass dir der Schein, den du dir aufgebaut hast sehr wichtig
ist und das du diesen wahren möchtest, dass du so nur existieren
kannst! - Dein Sein ist egoistisch!"
Mit diesen Worten wandte sich Josie von Severus ab und ging zurück ins
Schloss.
Eine wasserähnliche Flüssigkeit lief Severus über`s Gesicht.
Tränen!
Er wusste gar nicht mehr, dass er im Stande dazu war, aber er weinte.
Er weinte darum, dass er ein verhärteter Mann war, er weinte weil er
seine Liebe zurückgewiesen hatte.
Wiedereinmal hat Josie die Worte gesprochen die er nur gedacht hatte.
Worte, die er ihr nicht sagen wollte.
Er ging noch eine Weile in Richtung der Wälder spazieren dann blieb er
stehen, ließ sich auf die Knie fallen, nahm seine Hände vor das Gesicht
und ließ den Tränen freien Lauf!
8.Kapitel
Die nächsten Tage begegneten sich Josie und Severus nicht.
Josie mied jeden Anlass wo sie ihm hätte begegnen können!
Sie verrichtete ordentlich ihre Arbeit und nach dem dieses erledigt
war begab sie sich auf ihr Zimmer und dort verweilte sie bis der
nächste Morgen anbrach. Das Essen ließ sie sich aufs Zimmer bringen.
Sie fühlte sich sehr schlecht und auch das sie in ihren Räumlichkeiten
blieb verbesserte nicht gerade ihr Wohlbefinden! Sie aß kaum und auch
der Schlaf blieb fern.
In verwirrten Gedankengängen an ihren Severus durchlebte sie so 6 Tage.
Elysa und ein paar andere Angestellte befragten sie mehrfach was denn
geschehen sei? Aber Josie beteuerte jedesmal sie hätte sich wohl nur
einen Virus eingefangen und das es ihr bald wieder besser ergehen würde!
Severus ging seinen Verpflichtungen nach. Bei jedem Essen war er
präsent.
Keiner der Mitarbeiter bemerkte sein Leid! Wie auch!
Seine schlechte Laune, sein unfreundlicher Gesichtsausdruck, sein böser
Blick! Das alles zählte zu seiner Tagesordnung!
Severus suchte bei jedem Essen nach Josie, er hielt überall ausschau
nach ihr. Er machte sich sorgen, hatte aber dennoch angst ihr zu
begegnen. Er hätte zu ihrem Zimmer gehen können, aber er war zu feige
dazu!
Dies war eine Schlacht die er nicht so schnell gewinnen konnte, denn es
war ein Kampf mit seiner eigenen Person die aus zwei Persönlichkeiten
bestand!
Es ist der Samstagabend als Josie sich wieder vor die Tür wagt. Sie
schreitet vorsichtig über den Flur in Richtung Hinterausgang.
Sie möchte endlich an die frische Luft und das was sie nicht möchte
ist, ihrer Liebe über den Weg zu laufen!
Sie läuft in einem Gang in der Dunkelheit!
Wie aus dem Nichts drückt sie Severus an die Wand. Er hatte sie bemerkt
und war ihr vorausgeeilt um sie abzufangen!
Josie schrie auf vor schreck!
Er drückte ihren Körper und ihre Hände an die Wand.
Besitzergreifend lehnte er seinen Körper an ihren. Er sah ihr tief in
die Augen - dann presste er seine Lippen auf die Ihre.
Ich konnte mich nicht wehren, seine Hände und sein Körper hielten mich
in diesem Moment gefangen und als er mir seinen Mund auf den meinen
legte - jede Gegenwähr meinerseits wäre zwecklos gewesen. Sein
Kuss war gefangenschaft pur!
Ich genoss seine Nähe und seinen nichtendenwollenden Kuss!
Wieder bereitete er mir dieses Kribbeln, dass sich über meinen ganzen
Körper verbreitete.
Beide genossen sichtlich die Nähe und Zuneigung des anderen.
Severus löste seine Lippen von den Ihren, ließ ihre Hände los und auch
sein Körper, der Josie fast zu erdrücken schien, wich von ihr!
Er sah sie mit seinen schwarzen großen Augen an. Kein Wort entflieh
seinen Lippen!
Doch seine Augen vermochten mehr zu sagen, als Worte das hätten
ausdrücken können!
"Es tut mir leid"!
Das waren die Worte mit denen sich Severus von ihr entfernte. So
unbemerkt er aus dem Nichts kam, so verschwand er auch wieder!
Josie war immer noch regungslos. Sie versuchte ihren Gang fortzusetzen
aber sie befand sich nicht in der Lage.
Verzweifelt ließ sie sich an der Wand heruntergleiten bis sie am Boden
hockte.
Ich kann das alles nicht verstehen!
Er ist der Ursprung aller Verwirrtheit!
Was soll ich nur tun? In den letzten Tagen habe ich versucht mich mit
dem Gedanken abzufinden, dass Severus und ich niemals eine Zukunft
haben und dann reicht nur eine einzige Berührung, ein Kuss von ihm und
ich habe alles widerlegt.
Nach diesen Gedanken stand sie auf und ihr Weg führte sie zu seinem
Kerker.
Sie seufzte tief als sie die Hand erhob um an die Tür zu klopfen.
Er öffnete die Tür und zog sie herein.
"Severus....so kann das nicht weitergehen!"
Er schnappte sie und hielt sie fest in seinen starken Armen.
Josie entfloh diesen.
"Nein"!
"Nein Severus, so funktioniert das nicht. Ich bin doch kein Spielzeug
was du dir einfach nehmen kannst wenn du es für richtig hälst! Erst
möchtest du gar nichts mit mir zu tun haben, dann plötzlich hast du
Interesse. Irgendwie gefalle ich dir und du nimmst dir das, was du
haben willst!
Du nimmst dir, was du von mir willst und wann du es möchtest. Wo bitte
komme ich in unserer Art von Beziehung vor? Ich versuche deine Gedanken
- und deine Gefühlswelt nachzuvollziehen, aber das ist ein wenig zu
viel für mich. Du bist wirklich der Ursprung aller Verwirrtheit!
Jeden Morgen wenn ich erwache fühle ich eine Eiseskälte - aber
zugleich ein wohlig warmes Gefühl in mir, weil ich weiss, ich könnte
dir begegnen oder du könntst mich berühren, ja sogar in deinen Armen
halten und mir einer deiner süsslichen Küsse schenken. Oder ich spreche
mit dir aber wir reden nicht wirklich miteinander, du ignorrierst mich!
Wir müssen eine Lösung finden. Entweder ganz oder gar nicht!", redete
Josie auf Severus ein.
Severus entgegnete: "Ich weiss, dass mein Verhalten nicht zu
Entschuldigen ist. Auch ich habe mit mir und meinen Gefühlen einen
Kampf vollzogen. Ich habe versucht mich von dir zu entfernen,
fernzuhalten, aber ich kann es einfach nicht!
Du gehst mir nicht mehr aus dem Kopf und nicht aus meinem Herzen. Ich
weiss nicht wie ich es dir erklären soll...ich habe alles falsch
gemacht, - aus Liebe zu dir!"
Josie geht einen Schritt auf Severus zu und schliesst ihn in ihre Arme.
Beide verfallen erneut in einen leidenschaftlichen Kuss!
Während sie sich küssen nimmt Severus sie auf seinen Arm und trägt sie
zu dem Sofa. Sanft legt er sie hin während sich ihre Lippen voneinander
lösen. Er beugt sich über sie!
Er streichelt ihr vorsichtig über den Kopf und über ihr Gesicht. Seine
Augen funkeln!
"Ich liebe dich, Josie!", flüstert er ihr entgegen.
Seine Hände gleiten langsam vom Gesicht zu ihrem Hals.
Zärtlich berührt er diesen und auch sein Mund gleitet in die Richtung
und er verwöhnt sie. Währenddessen er ihren Hals mit küssen übersät,
greift seine Hand an den Reißverschluss ihrer Jacke. Er öffnet die
Jacke!
Zärtlich lässt er seine Hand über ihren Oberkörper fahren.
Josie stöhnt laut auf!
Langsam öffnet er nacheinander die Knöpfe an Josies Bluse. - Dann
berührt er ihre weiche Haut.
Severus ist wie in Trance.
Er gleitet mit seinen großen Händen zartbeseidet an ihren Busen.
Josie ist nicht mehr in der Lage ihre Sinne unter Kontrolle zu halten.
Beide schweben in einem traumatischen Zustand.
Kurze Zeit später trägt er sie in sein Schlafgemach und die beiden
lieben sich dort.
Als der Morgen erwacht hat Severus noch keine Minute geschlafen. Er hat
die Zeit dafür genutzt seine Schönste zu beobachten wie sie sanft
schlief.
Er schleicht aus dem Bett und möchte das Frühstück vorbereiten.
In einer sehr guten Laune mit einem breiten Grinsen und einem Lied auf
den Lippen bewegt er sich in Richtung Küche.
Plötzlich begegnet er Mrs.McGonagall, die sich in den Speisesaal
begeben wollte.
„Guten Morgen Severus. Haben wir vergessen uns anzuziehen?“
Die noch übrig gebliebene Farbe in Severus`s Gesicht entfloh in diesem
Moment.
Er hatte doch tatsächlich vergessen sich in seine Robe zu werfen,
stattdessen bekleidete ihn nur sein Morgenmantel!
„Auch ich wünsche einen wunderschönen guten Morgen, Mrs.McGonagall.
Bitte entschuldigen sie mein Erscheinungsbild aber ich habe dieses vor
lauter Eiligkeit erst gar nicht zur Kenntnis genommen. Ich hoffe sie
sind nachsichtig mit mir. Ich wollte auch nur schnell ein Frühstück
zubereiten und dann wieder meine Räumlichkeiten aufsuchen“, erzählte
Snape mit guter Laune.
„So, so - Severus! Nicht angemessen gekleidet, bei bester Laune und du
Frühstückst? Das geht doch nicht mir rechten Dingen zu? Aber ich kann
mir schon denken voran das liegt!“, äußert sich Mrs.McGonagall mit
einem schelmischen Grinsen.
Sehr nervös antwortet er.
„Auch wenn es hier niemand für möglich hält, selbst meine Person ist
mal bei guter Laune und hat das Bedürfnis ein gutes Frühstück zu sich
zu nehmen! Ich möchte nicht unhöflich sein aber ich befinde mich in
größter Eile. Wenn sie mich dann entschuldigen würden? Ich wünsche
einen ereignisreichen Tag, Mrs.McGonagall!“
„Auf Wiedersehen, Severus!“
Severus ist in der Küche angekommen und sucht die besten Lebensmittel
zusammen. Er hat das Tablett sehr vollgepackt, dann hat er noch einen
schönen Einfall.
Er geht nach draußen in den Park, hier hat er vor einiger Zeit ein paar
Rosen gepflanzt. Sie sind sein ganzer Stolz, weil diese Rosen schwarz
sind. Er pflückt mehere davon und geht zurück zur Küche.
Dort nimmt er sich das Tablett und schreitet in seinen Kerker!
Josie frönt immer noch im tiefsten schlaf.
Als er dann alles für das Beisammensein vorbereitet hat legt er eine
Schallplatte von Mozart auf und setzt sich danach neben seine Liebste
die noch schlafend ist.
Sanft streicht er ihr über das Gesicht.
Wie wunderschön sie ist, dachte Severus.
Er weckt sie mit leisen Worten und einem zärtlich Kuss auf ihre Wange.
„Guten Morgen meine Schönste! Es ist zeit aufzuwachen. Ein neuer Tag
mit mir erwartet dich. Mach die Augen auf!“
Ich werde langsam wach und das Erste was ich sehen kann ist das Gesicht
von ihm...meinem Prinz der Dunkelheit! Ich schaue dir in die Augen und
nicht nur diese fangen an zu strählen und zu lächeln! Ich setze mich
langsam auf und lasse mich in deine Arme sinken.
„Guten Morgen mein Liebster. Hast du gut geschlafen?“
„Ich habe zwar nicht geschlafen aber die Zeit in der du genächtigt
hast habe ich vollends genutzt. Komm husch schnell ins Bad, ein gutes
Frühstück erwartet dich!“
Ich löse mich - zwar sehr ungern - von dir und suche das Bad auf!
Als ich gewaschen den Wohnraum betrete staune ich über deine
Vielseitigkeit.
Im Hintergrund höre ich die Musik von Mozart.
Ein Lichtermeer das von Kerzen erzeugt wird erhellt den Raum. Der Tisch
ist mit den leckersten Köstlichkeiten gedeckt. Das Ganze ist abgerundet
von unzähligen schwarzen Rosenblättern und zwei Rosen die sich in der
Mitte des Tisches treffen!
Du bittest mich platz zu nehmen.
Dabei reichst du mir deine Hand und führst mich zu meinem Sitzplatz.
„Vielen Dank, mein Herr!“
Ich setze mich und lasse mich von dir verwöhnen!
Du bereitest mir den Kaffee zu und du machst mir ein Croissant
essfertig, schneidest es in kleine Teile und fängst an mir diese in
meinen Mund zu legen.
Sichtlich genieße ich die von dir mir gebotene Situation.
Während du versuchst mich zu füttern, verirrt sich auch dein Mund an
den meinen.
DIESES Frühstück schmeckt mir besonders gut!
Das geplante Frühstück endet letztenendes damit, dass beide auf dem
Boden landen und dort ihre Liebe zueinander ausleben!
Gegen Abend kommen die zwei doch noch dazu einen Happen zu sich zu
nehmen.
Den Tag hinter sich gelassen kehren die Beiden in die Dunkelheit ein
und machen einen Spaziergang.
Eng Umschlungen laufen sie durch die sternenklare Nacht!
Als wenn sich der Himmel mit ihnen freuen würde.
„So habe ich mir das immer vorgestellt, Severus!“
Sein Blick sah ihr direkt in die Augen.
„Und ich habe nicht zu Wagen vermocht, dass ich noch mal so was wie
Liebe empfinden würde. Als ich dich das erste Mal sah habe ich dich
gar nicht wahrgenommen. Zwar hast du ein Gefühl des Ärgers in mir
hervorgerufen, aber das Gefühl vermitteln mir sehr viele Menschen.
Obwohl es bei dir anders war! Erst durch dein loses Mundwerk bist du
mir ins Auge gefallen. Als ich mich dann mehr mit dir beschäftigt habe,
habe ich festellen müssen, dass ich Zuneigung für dich empfand. Das
schockierte mich und warf mich vollkommen aus der Bahn. Und jetzt....ja
- jetzt in diesem Moment bin ich nach langer Zeit wieder ICH selbst.
Und nur du bist dafür verantwortlich! Und dafür danke ich dir...für
alles!“
"Du musst dich bei mir für gar nichts bedanken. Ich werde auch deine
dunkle Seite akzeptieren, so dass du weiterhin in deinem Umfeld leben
kannst. Niemand wird je erfahren wer du wirklich bist, jedenfalls nicht
von mir! Ich respektiere dein Verhalten", überzeugte Josie Severus.
"Das weiss ich und das weiss ich auch an dir zu schätzen, daran habe
ich nie gezweifelt!"
Die Dunkelheit ergriff Besitz von der Nacht.
Beide verweilten noch in dieser!
Später brachte mich Severus in mein Zimmer, eigentlich wollte er sich
vor der Tür von mir verabschieden, aber irgendwie konnten wir uns nicht
voneinander trennen.
Er verbrachte die Nacht bei mir.
Diesesmal konnte Severus sehr gut schlafen, erst in den frühen
Morgenstunden erwachte er.
Er schlich sich aus dem Bett und aus dem Zimmer und begab sich in seine
Räumlichkeiten um sich dort Anzukleiden für den neuen Tag.
Derweil ist auch Josie wach geworden. Sie befindet sich bei guter
Laune. Sie sucht das Badezimmer auf und zieht ihre Arbeitsuniform an.
Heute hat sie mal das Bedürfnis am frühen Morgen den Speisesaal
aufzusuchen. Schon auf dem Gang dorthin trifft sie Elysa.
"Hey - Guten Morgen Elysa. Na, wie geht es dir?"
"Morgen Josie, danke recht passabel. Und bei dir? Dich sieht man ja
kaum noch. Wo treibste dich denn rum?"
Josie entgegnete: "Danke mir geht es hervorragend, könnte nicht besser
sein. Ja, ich habe mich in der letzten Zeit mit den verschiedensten
Dingen beschäftigt und das hat mich ganz schön in Anpruch genommen aber
jetzt ist es endlich ein wenig ruhiger geworden und ich habe auch mal
für was anderes meinen Kopf frei!", versuchte Josie, Elysa alles
plausibel darzulegen.
"So so! Nun mich würde ja interessieren WAS das für wichtige Dinge
waren die dich in der letzten Zeit so in Anspruch genommen haben. Wenn
ich es nicht besser wüsste, dann könnte man meinen ein Mann stecke
hinter der ganzen Sache aber da du nie jemanden erwähnt hast und auch
nicht großartig das Schloss verlassen hast kann es ja wohl nicht um
einen Mann gehen. Wer hätte das hier schon sein können, wo es doch
keine erwähnenswerte Männer auf Hogwarts gibt", Elysa verfällt in ein
großes gelächter!
"Wohlmöglich ist es der olle Snape von dem hast du ja schon mal dann
und wann geschwärmt! Das wäre ja wohl die absolute Krönung!", Elysa
muss sich wirklich unter Kontrolle halten.
"Elysa das finde ich wirklich nicht komisch. Lasst doch alle mal den
Professor Snape in Ruhe er hat doch niemanden was getan, aber jeder
hackt auf ihm rum!"
"Ja, ja...ist schon gut. Ich wollte dir nicht zu Nahe treten. Wusste
nicht, dass du so empfindlich bei dem Thema bist. Warum nimmst du
eigentlich den Snape immer in Schutz?"
"Ich nehme ihn nicht in Schutz. Ich finde es nur unverschämt sich über
eine Person zu äußern über die man nicht das geringste weiss. Das ist
alles!"
"Ok, Josie. Lass und zum Frühstücken gehen!"
Josie ist sichtlich genervt und weiss im Moment auch nicht wie sie sich
verhalten soll. Die Beiden betreten den Speisesaal.
Wie immer ist es sehr laut und es herrsch ein reges Treiben.
Beide an ihrem Platz angekommen versorgen sie sich mit Kaffee und etwas
zu Essen.
Josie versucht sich krampfhaft zu beherrschen, dass sie ihren Liebsten
nicht die ganze Zeit anstarrt, obwohl ihr dieses ein Bedürfniss wäre!
Sie weiss, dass ihre Liebe geheim bleiben muss, da sie Severus Stellung
und den Respekt der ihm entgegen gebracht wird nicht gefährden darf!
Auch für Severus ist dieses kein Tag wie jeder andere.
Auch wenn er nach aussen betrachtet kühl und unnahbar erscheind, so
gegensätzlich ist sein momentaner Gefühlzustand.
Doch er ist es gewohnt die Dinge nüchtern zu betrachten, auch wenn es
ihm nicht immer leicht fällt!
Nach dem Frühstück gehen alle ihren Aufgaben nach.
Gegen Mittag wird Severus in das Büro von Dumbledore gerufen.
Was wolle er nun von ihm? Hat es sich vielleicht schon herumgesprochen,
dass er mit einer Kollegin ein Verhältinss hat?
Mit gemischten Gefühlen macht er sich auf den Weg zu Dumbledore.
Zaghaft klopft er an die Tür.
"Herein Severus. Ich habe dich schon erwartet. Tritt näher und nimm
Platz."
"Danke, Albus!" Erwiederte Severus nervös.
"Wie geht es dir mein Guter?" Fragte Albus und führte dabei seine
Brille zur Nasenspitze.
"Albus danke mir ergeht es gut. Wie steht es mit deinem Wohlbefinden?"
"Auch ich erfreue mich bester Gesundheit."
Severus spielte nervös mit seinen Fingern und ging im Raum auf und ab.
"Albus, wir haben uns doch nicht zusammen gefunden um zu besprechen,
wie es dem anderen ergeht! Du weisst, ich habe ein riecher dafür. Was
ist denn los und was möchtest du mit mir besprechen?", sagte Severus
bestimmend.
"Gut Severus. Ich weiss du bist kein Mann vieler Worte. Nun sei mal
nicht so aufgelöst mein Guter! Es ist nichts ernstes was ich mit dir
besprechen möchte, im Gegenteil. Für mich ist es wirklich etwas
erfreuliches, ja und für dich wohl erst recht."
Severus war sichtlich genervt davon, dass Albus um den heißen Brei
redete. Sein Mund formte er zu einem Schmollenden und verdrehte dabei
seine Augen.
"Es geht um deine Zuneigung für unsere Angestelle Mrs. Arnd. Ich habe
es schon aus vielen Ecken munckeln gehört und auch ich selber durfte
mich schon an diesem schönen, wenn auch gewöhnungsbedürftigen Anblick
erfreuen.
Auch habe ich bemerkt, dass ihr zwei daraus kein Geheimnis mehr macht,
wie es ja in den Anfängen eurer Beziehung der Fall war! Darüber wollte
ich mit dir reden, wie ihr euch das weiter vorstellt. Wie es mit euch
Beiden weiter geht?"
Severus spielte noch heftiger mit seinen Fingern. Er hatte sich zwar
auf so eine Unterhaltung eingestellt aber sich mit seinem Vorgesetzten
darüber auseinanderzusetzen, dass erforderte schon eine ganze Menge von
ihm ab.
"Ich brauche wohl keine großen Worte anzuwenden. Du hast unser
Verhältnis schon vor langer Zeit erkannt, dass wusste ich auch. Dir
entgeht nichts!"
Er machte eine kurze Pause.
"Josie und ich werden uns eine Zukunft aufbauen. Sie wird weiterhin
ihren Aufgabenbereich erledigen sowie ich das auch tun werde. Es wird
sich also nichts ändern! Über jegliche Konsequenzen habe wir uns schon
den Kopf zerbrochen bis wir beide eingesehen haben, dass wir unser
Leben leben und nicht andere Menschen. Die Schüler werden sich daran
gewöhnen müssen, dass ich liiert bin, was nicht heissen wird, dass sie
ein leichteres Spielchen mit mir haben werden. Meinen Arbeitsmethoden
behalte ich bei.", erklärte Severus.
"Mein Herz ist erfreut über deine gesprochenen Zeilen. Du hast wahrlich
eine gute Auswahl getroffen. Wenn ich euch zusammen erlebt habe,
strahlte eine wunderschöne Aura über euch! Ich wünsche euch alles Gute.
Und ich freue mich, dass ihr zwei auch weiterhin zu meinen Diensten
steht! Dann hätten wir das geklärt. Severus, ich wünsche dir noch einen
angenehmen Tag."
Danke, Albus. Das wünsche ich dir auch."
Erleichtert verlässt Severus das Büro.
In der Zwischenzeit ist Mrs.McGonagall in größter Eile auf der Suche
nach Josie. Sie hat ein Telegramm, was Josie sofort erhalten muss.
Nach längerem ausschau halten entdeckt sie Josie in einem der
Klassenräume. Völlig ausser Atem eilt sie Josie entgegen.
"Mrs. Arnd, endlich - ich habe sie gefunden!"
"Was ist denn geschehen? Sie sind ja ganz aufgewühlt!"
"Ich habe ein wichtiges Telegramm für sie. Es ist von ihren Eltern."
"Ein Telegramm von meinen Eltern?"
Mrs.McGonagall überreicht ihr dieses und Josie öffnet und liest es.
"Oh mein Gott!" Schreit Josie.
Sie lässt Mrs.McGonagall ohne noch ein weiteres Wort stehen und
verlässt rennent den Raum.
Josie sucht verzweifelt nach Severus. Dann erinnert sie sich, dass er
gerade unterrichtet aber das spielt jetzt keine Rolle, sie muss ihn
unbedingt sehen und mit ihm sprechen.
Sie platzt in seinen Unterricht herein.
Severus schaut sie verwundert an. Er weiss, es muss irgendwas passiert
sein, sonst würde Josie es nie wagen sein Lehramt zu stören.
"Professor Snape, ich müsste sie dringend sprechen!", sagte Josie mit
gefasster Stimme.
Severus nickt ihr entgegen.
"Ich möchte, dass ihr an dem Kapittel weiter arbeitet und mir morgen
eine Zusammenfassung darüber vorlegt. Die Stunde ist damit beendet! Sie
dürfen die Unterrichtsstunde verlassen!"
Ein Raunen geht durch den Saal. Die Schüler begeben sich in richtung
Ausgang.
Endlich alleine gehen Josie und Severus aufeínander zu.
Josie fällt in seine Arme und bricht dabei fast zusammen. Severus kann
sie im letzten Moment noch auffangen.
"Du meine Güte, Josie! Was ist denn geschehen?"
Nachdem Josie sich wieder erholt hat, laufen ihr Tränen über die Wangen
und sie flüstert leise:
"Severus es ist was ganz schreckliches passiert. Ich habe ein Telegramm
erhalten, dass meine Mutter im Sterben liegt! Ich muss sofort nach
Hause, es ist alles so schrecklich!
Bitte halte mich, so fest du nur kannst!"
Er nimmt sie noch fester in seine Arme und versucht ihr ein tröstendes
Gefühl zu vermitteln.
Er streichelt ihr über den Kopf.
"Meine Schöne das tut mir so unendlich Leid. Was kann ich für dich tun?"
"Halt mich einfach fest! Ach Severus, als wenn es nicht alles schon
schlimm genug wäre. Ich werde eine ganze Zeit zu Hause bleiben müssen.
Jemand muss meinem Vater unter die Arme greifen. Meine jüngste
Schwester ist erst 3 Jahre alt. Sie braucht mich und ich kann in diesem
Moment noch nichteinmal sagen wann ich zu dir zurückkehren werde! Als
wenn der jetzige Schmerz nicht schon groß genug ist - dich zu verlassen
- das bricht mir das Herz entzwei!
Wie soll ich all die schwierigen Aufgaben bewältigen wenn ich dich
nicht in meiner Nähe zu wissen weiss?", weinte Josie.
"Du wirst alles, wie immer auch ohne mich mit bravur schaffen. Das
weiss ich. Du bist nicht nur eine kluge, sondern auch eine sehr starke
Frau! Und ich werde dir nicht davonlaufen! Mein Herz ist dein! Finde du
ein wenig zu dir, ich werde dir danach beim packen helfen."
Josie konnte kein Wort herausbekommen. Sie sah ihren Severus mit großen
Augen an und gab ihm ein "Ja" zu verstehen!
Er nahm Josie an seine Hand und die Beiden gingen zu Josies Zimmer.
Im Zimmer angekommen holte Josie schwerenherzens ihren Koffer heraus
und fing an - zusammen mit Severus ihre Sachen einzupacken.
Als sie mit dem einpacken ferig sind bleibt er vor ihr stehen, schaut
ihr tief in die Augen.
Er ist wie versteinert.
Keiner der zwei kann ein Wort sagen.
Severus fällt auf die Knie und auch Josie hockt sich zu ihm herunter.
Sie fallen sich in die Arme. Tränen laufen über ihre Gesichter. Dann
sagt er:
"Keine Sekunde am Tage wird vergehen in der ich nicht an dich denken
werde. Ich werde dich in meinen Gedanken beschützen und hoffen, dass du
wieder zurück in meine Arme kehren wirst. Und du bitte sorge dich nicht
um mich! Deine Aufgabe wird dich mehr als ausfüllen!
Josie spricht mit weinerlicher Stimme:
"Meine Gedanken und Sehnsüchte werden bei dir sein. Sobald das Leben
meiner Familie wieder in den normalen Alltag zurückfindet werde ich zu
dir eilen!"
Sie küssten sich.
"Hast du alles zusammen?"
"Ja, Severus. Ich wollte nur noch schnell zu Dumbledore um mich zu
verabschieden. Begleitest du mich?"
Er nickte.
Beide gingen engumschlungen durch die Gänge des Schlosses.
"Severus wenn uns jemand zusammen sieht. Wollen wir nicht lieber
nebeneinander laufen?"
In diesem Moment drückte Severus Josie noch mehr an seinen Körper.
Das sollte als Antwort genügen, dachte sich Josie.
Dumbledore hat schon von dem schrecklichen Unglück gehört.
Er ging den beiden entgegen. Als er gerade das Büro verlassen wollte
standen die Beiden schon vor ihm.
Albus breitete seine Arme vor Josie aus.
"Mein Kind - ich finde keine Worte die mein Leid ausdrücken könnten."
Er nahm sie in seine Arme.
"Ich bin in Gedanken bei dir und freue mich jetzt schon auf den Tag
wenn du in unser Haus zurückkehren wirst! Dein Platz wird niemand
anders zu besetzen wissen. Wir alle warten auf dich. Und nun geh - mein
Kind!"
"Ich danke ihnen für alles Albus und ich verspreche, dass ich
zurückkommen werde."
Bei diesen Worten schaute sie zu Severus hinüber.
Sie lösten die Umarmung.
"Severus, bringst du sie zum Zug?"
"Natürlich, Albus!"
"Auf Wiedersehen!", sagte Albus.
"Auf Wiedersehen, Professor Dumbledore!"
"Severus!"
"Albus!"
Während sich Josie noch von Elysa und Mrs.McGonagall verabschiedete
begab sich Severus in seinen Kerker. Er musste noch was wichtiges
erledigen.
Kurze Zeit später machten sich die Beiden auf zum Bahnhof.
Severus versucht ein paar Worte zu reden.
"In 15 minuten fährt der Zug ein."
Er blickte ihr tief in die Augen.
"Meine Schöne. Ich weiss gar nicht wie ich meine Worte formen kann.
Ich bin hilflos. Noch vor ein paar Monaten habe ich mein Leben gehasst
und nun wo ich es als Lebenswert empfinde nimmt mir das Leben das
Wichtigste in diesem!
Ich spüre, dass du zu mir zurückfinden wirst aber
der Schmerz dich nicht mehr sehen, riechen, schmecken zu dürfen - das
nimmt mir den Atem!"
Josie erwiderte:
"Ich fühle deine Gefühle, denn genauso ist es auch bei mir. Du bist
meine Liebe!"
Er hält sie in seinen Armen als wenn es das letzte Mal sein würde und
beide geben sich einem langen süßlichen Kuss hin!
Das Geräusch des Zuges ist schon zu vernehmen.
Der Zug fährt ein.
Severus trägt ihren Koffer in den Zug zu ihrem Sitzplatz. Danach
besorgt er für Josie eine Fahrkarte beim Schaffner.
Josie steht aufgelöst vor Severus. Beiden laufen Tränen über die Wangen.
Eine letzte Umarmung!
Zärtlich streichelt er ihr über`s Gesicht, stiehlt sich noch
einen letzten Kuss und entflieht ihren Armen.
Als Severus den Zug verlassen hat fährt dieser auch schon los - mit
seiner Liebsten!
Lange verweilt er noch am Bahnsteig.
Als er sich endlich gefangen hat geht er zurück nach Hogwards, -
sein zu Hause.
Er kehrt zurück - in sein altes Leben!
Aber das wird es nicht mehr sein, auch wenn es es in diesem Moment so
empfindet!
Josie hat es verändert und er wird sie wieder in seine Arme schliessen
können!
Derweil ist auch Josie ein wenig zur Ruhe gekommen. Sie sieht an ihrem
Koffer ein kleines Päckchen. Sie nimmt es und packt dieses aus.
Ein kleines Kästchen und ein Brief ist darin enthalten.
Sie ließt den Brief.
Schönheit, dieses ist nicht unser Ende
sondern nur eine Zwischenstation! Wir gehören zusammen und
nichts und niemand wird das zu verhindern wissen. Ich liebe dich. Du hast mein Leben erhellt
und meinen Horizont zum Leuchten gebracht. Noch nie hat mir eine Frau
soviel gefühl und leidenschaft vermittelt, wie Du! Meine Liebe gehört nur Dir! Ich werde auf Dich warten -
Zeit wird für mich keine Rolle spielen!
PS: In dem Kästchen befindet
sich ein Ring für Dich (ich kenn Dich doch, Du hast doch zuerst den
Brief gelesen)! Dieser Ring ist ein Teil von
mir, wie du es auch bist. Trage ihn und ich werde immer bei Dir sein!
Ein liebevoller Kuss Severus
Tränen rollen erneut über Josies Gesicht. Sie macht das Kästchen auf
nimmt den Ring heraus und steckt sich diesen an ihren Finger. Dann sagt
sie laut:
"Severus, ich liebe dich und ich komme sobald es möglich ist zu dir
zurück!"
ENDE!
Verfasst
von Sabine Sagewka und durch copyright urheberrechtlich geschützt!